Erfolgsgeschichte: Beruflich und persönlich angekommen!

Agata Albrecht, 35 Jahre, ein Kind. Sie ist ausgebildete Schwesternhelferin, Kauffrau für Groß- und Außenhandel, Seevermessungstechnikerin und Nautische Ingenieurin. Ihre beruflichen Stationen: Soziales Jahr als Schwesternhelferin im ambulanten Pflegedienst, Decksfrau u. a. für ein Seebestattungsunternehmen, Hydrografin. Nach der Geburt ihrer Tochter und der anschließenden Elternzeit plant sie ihren beruflichen Wiedereinstieg – mit Erfolg! Sie hat eine neue Perspektive entwickelt, welche ihr die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht. Sie arbeitet jetzt als Büroleitung sowie Assistentin der Geschäftsführung.

Foto: Frau am Schreibtisch mit Computer

perspektive-wiedereinstieg.de: Haben Sie Ihren beruflichen Wiedereinstieg schon während der Elternzeit im Blick gehabt?

Agata Albrecht: Den Wiedereinstieg hatte ich immer im Hinterkopf und wollte damit auch schon früh beginnen, doch da hatte ich das „Mama sein“ etwas unterschätzt. Meine Tochter hat mich voll in Anspruch genommen, so dass ich erst als Anna ein Jahr und drei Monate alt war, mit dem beruflichen Einstieg beginnen konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich eine Tagesmutter gefunden, die sie halbtags betreute.

perspektive-wiedereinstieg.de: Wollten Sie Ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit wieder aufnehmen?

Agata Albrecht: Bevor ich mit Anna schwanger wurde, arbeitete ich auf einem Schiff als Hydrografin  –  hauptsächlich in den norwegischen Gewässern. Mir war klar, dass ich nicht weiter auf einem Schiff arbeiten würde, sollte ich ein Kind bekommen. Ich konnte mir nicht vorstellen, fünf Wochen bis zwei Monate von meinem Kind getrennt zu sein.

perspektive-wiedereinstieg.de: Wie sind Sie auf das Projekt „Perspektive Wiedereinstieg“ des Frauennetzwerks zur Arbeitssituation e.V. aufmerksam geworden. Welche Maßnahmen haben Sie dort in Anspruch genommen?

Agata Albrecht:  Durch einen Artikel in der Zeitschrift Kinderkram bin ich auf das Projekt gestoßen. Ich habe mich dort beworben und zunächst hauptsächlich die Seminare am Standort Kiel besucht. Dort lernte ich zum Beispiel, worauf man bei einem Bewerbungsgespräch achten sollte, wie meine Wirkung auf andere ist, was ich für berufliche Möglichkeiten habe, aber vor allem, wo meine derzeitigen beruflichen Interessen liegen. Später absolvierte ich dann noch einige Webinare: Excel-Grundkurs und Excel-Vertiefung sowie PowerPoint. Insgesamt habe ich die Zeit sehr strukturiert erlebt. Man gab mir Hilfestellung, einen Leitfaden, an dem ich mich orientieren konnte. Somit bekam ich immer wieder neuen Input und war motiviert, das neu Erlernte auch umzusetzen.

perspektive-wiedereinstieg.de: Gab es in der Zeit bei „Perspektive Wiedereinstieg“ ein persönliches Highlight für Sie?

Agata Albrecht: Mir ist durch das Projekt bewusst geworden, dass es nicht darauf ankommt, irgendeinen Job zu finden, sondern einen Beruf, der mich erfüllt. Geld zu verdienen ist wichtig, doch es geht eben nicht nur darum. Es war schön, zu erkennen, dass ich mir meiner Stärken sehr bewusst bin. So brauchte ich diesen Part im Projektverlauf nicht weiter zu vertiefen.

perspektive-wiedereinstieg.de: Wie sind Sie zu Ihrer neuen Stelle gekommen?

Agata Albrecht: Ich hatte eine Anzeige auf der Online-Jobbörse der Kieler Nachrichten gefunden und mich dann per E-Mail mit meinem Lebenslauf beworben. Nach einem Vorstellungsgespräch wurde ich eine Woche später informiert, dass ich den Job bekommen würde.

perspektive-wiedereinstieg.de: Wie genau sieht Ihre jetzige Tätigkeit als „Büroleitung und Assistentin der Geschäftsführung“ aus und wie fühlen Sie sich im neuen Job?

Agata Albrecht: Ich mache allgemeine Büroarbeiten, Personalmanagement, unterstütze die Geschäftsführer, mache die Terminplanung und vieles mehr. Mein Aufgabenfeld ist abwechslungsreich. Ich fühle mich großartig in meinem neuen Job! Ich mache das, was mir liegt und was ich gerne tue. Meine Chefs sind super und ich arbeite in einem guten Team.

perspektive-wiedereinstieg.de: Wie vereinbaren Sie Beruf und Familie?

Agata Albrecht: Ich habe das Glück, Teilzeit arbeiten zu können und das inklusive Gleitzeit und Homeoffice. Falls ich z. B. an einem Tag wegen meiner Tochter mal früher die Arbeit im Büro beenden muss, habe ich die Möglichkeit, meine Arbeit vom Homeoffice aus zu erledigen.

perspektive-wiedereinstieg.de: Was sind Ihre nächsten Ziele?

Agata Albrecht: Mein Ziel ist es, beruflich als auch privat anzukommen. Das heißt für mich: Ich habe meinen Lebenspartner gefunden, mit dem ich ein wundervolles Kind habe. Ich habe eine Arbeit, die mir Freude bereitet und die nicht langweilig wird. Das ist derzeit alles, was ich mir wünsche.

perspektive-wiedereinstieg.de: Würden Sie „Perspektive Wiedereinstieg weiterempfehlen?

Agata Albrecht: Ja! Ich bin sehr dankbar und glücklich, dass ich an dem Projekt „Perspektive Wiedereinstieg“ teilnehmen durfte! Es hat mir geholfen, mich beruflich selbst zu finden.

Auch ist es wohltuend, wenn man in den Seminaren merkt, dass man nicht die Einzige ist, die in der Phase der beruflichen Selbstfindung steckt.

Frau Albrecht, herzlichen Dank!

Das Projekt „Leinen los- Perspektive Wiedereinstieg“ wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Perspektive Wiedereinsteig- Potentiale erschließen“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Europäischen Sozialfonds gefördert. Das ESF-Programm wird in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen des Aktionsprogramms „Perspektive Wiedereinstieg“ umgesetzt.

Links:

Leinen los - Perspektive Wiedereinstieg - Frauennetzwerk zur Arbeitssituation e.V.

Kaufmann/-frau – Büromanagement
Informationen auf BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit

Wiedereinstiegsrechner

Links Perspektive-wiedereinstieg.de 

ESF-Standorte

Galerie Erfolgsgeschichten

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