Weiterbildung: Berufe wandeln sich

Die Globalisierung und die Wissensgesellschaft stellen die Menschen vor große Herausforderungen, die durch den demographischen Wandel noch verstärkt werden: Wissen sowie die Fähigkeit, das erworbene Wissen anzuwenden, müssen durch Lernen ständig angepasst und erweitert werden.

Foto: Schild mit Schriftzug Volkshochschule an Hauswand

Wer sein Leben lang bereit ist, zu lernen, kann sich persönlich weiterentwickeln, kann aktiv im Gesellschaftsleben Akzente setzen und nicht zuletzt seine Fähigkeiten für den Arbeitsmarkt erhalten und verbessern. Die Volkshochschulen in Deutschland sind oft die ersten Ansprechpartner, wenn es um Weiterbildung geht. Sie verzeichnen seit Jahren ein steigendes Interesse an Weiterbildung. „Die Bereitschaft, ein Leben lang zu lernen, ist da”, sagt Tanja Sommerfeld, Fachreferentin für berufliche Weiterbildung beim Volkshochschulverband Baden-Württemberg.

Unsere Gesellschaft wandelt sich, die Arbeitswelt verändert sich rapide und kaum jemand kann sich darauf verlassen, ein Leben lang in seinem erlernten Beruf zu arbeiten. „Die Berufe wandeln sich, viele Menschen machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz und so spüren auch die Volkshochschulen, dass viele Kurse nachgefragt werden, die beruflich verwertbare Weiterbildungsangebote anbieten. Zum Beispiel Sprachkurse, EDV-Wissen oder kaufmännische Kurse sind sehr begehrt”, beschreibt Tanja Sommerfeld. Sie bestätigt die Beobachtung, dass sich auch gut ausgebildete Frauen nach der Familienphase Unterstützung wünschen, um in den Beruf zurückzugehen: „Für diese Gruppe ist es wichtig, dass sie überhaupt wieder etwas macht. Dass die Frauen mit anderen lernen und dabei wissen, sie tun etwas für sich und ihren Kopf.”

Mit 2,5 Millionen Unterrichtsstunden pro Jahr allein in Baden-Württemberg bieten die Volkshochschulen ein breites Angebot: Geboten werden Kurse zur Stärkung des Selbstwertgefühls ebenso wie Lehrgänge zur fachlichen Qualifikation. „Wobei es vielen Menschen ganz wichtig ist, dass sie ihrem Lebenslauf ein aktuelles Zertifikat hinzufügen können”, berichtet Tanja Sommerfeld. „Gerade Frauen, die früh eine Familie gegründet und lange Familienarbeit geleistet haben, können ihrem Lebenslauf manchmal nur Schulzeugnisse beilegen. Dann sind sie froh, wenn sie durch die VHS belegen können, dass sie beispielsweise einen kaufmännischen Lehrgang auch mit einer erfolgreichen Prüfung abgeschlossen haben. Ein gutes Beispiel dafür ist die „Xpert Business Geprüfte Fachkraft Finanzbuchführung“. Dieser Lehrgang wird beispielsweise sehr gut nachgefragt. Das bundesweit standardisierte System Xpert Business ist durch seinen modularen Aufbau besonders hilfreich, weil die Frauen wahlweise vorhandene Vorkenntnisse einbringen oder auch ganz von vorne anfangen können. Ein großer Vorteil der Volkshochschulen besteht darin, dass sie überall vor Ort sind. Und als kommunale Non-Profit-Organisationen bieten sie ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis.“

Links:

Volkshochschulen
Verzeichnis, in dem Sie die Volkshochschule in Ihrer Nähe finden können (durch Postleitzahlensuche):

Informationen zum System Xpert Business

Informationen der Bundesagentur für Arbeit

WIS
Bundesweites Weiterbildungsportal der IHK

Foto: pixelio.de / Karl-Heinz Laube

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