Aktiv der Digitalisierung begegnen: Stärkere Förderung für lebenslanges Lernen

Immer schneller, immer spezieller: Rasante digitale Entwicklungen, sich verändernde Berufsbilder sowie Qualifikations- und Tätigkeitsprofile, die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt schreitet in hohem Tempo voran. Die Digitalisierung stellt Beschäftigte und Unternehmen vor Herausforderungen, die zu meistern sind. Für gute berufliche Perspektiven sind Fort- und Weiterbildungen ein zentraler Baustein. Mit der Nationalen Weiterbildungsstrategie (NWS), welche unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) entwickelt wurde, sollen berufliche Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen stärker als bisher gefördert werden.

Foto: Landstraße, blauer Himmel mit zarten Wolken, links und rechts Felder und Berge in der Mitte hängt ein gelbes Schild mit Pfeilen in verschiedene Richtungen mit den Worten Lernen, Lernen, Lernen

Im Rahmen der NWS bündeln Bund, Länder, Wirtschaft, Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit (BA) ihre Anstrengungen für Weiterbildung und Qualifizierung. Ziel der NWS ist es, für mehr Chancengleichheit zu sorgen und eine Kultur der Weiterbildung in Deutschland zu etablieren. Weiterbildung müsse zu einem selbstverständlichen Teil der Erwerbsbiografie werden, heißt es beim BMBF. Sie dürfe keine Ausnahme sein, keiner besonderen Motivation bedürfen und nicht als Last empfunden werden. Mit Hilfe der NWS soll es gelingen, alle Berufstätigen am digitalen Wandel teilhaben zu lassen. Bisher galt: Je höher die Bildung, desto höher die Weiterbildungsbeteiligung. Mit der NWS sollen deshalb insbesondere auch diejenigen, die keinen formalen Berufsabschluss haben, stärker gefördert werden.

Zu den konkreten Maßnahmen der NWS zählen unter anderem, dass mehr Transparenz bei Weiterbildungsmöglichkeiten und –angeboten geschaffen und die Weiterbildungsberatung für alle Beteiligten gestärkt wird. Die erworbenen Kompetenzen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der beruflichen Bildung sollen sichtbar gemacht und anerkannt werden – zum Beispiel, in dem die Bewertung und Zertifizierung informell erworbener Kompetenzen bundesweit verbindlich verankert wird.

Individuelle Weiterbildungsberatung per Telefon, E-Mail und Co-Surfing

Einen ersten Überblick können sich Interessierte auf der Internetseite www.der-weiterbildungsratgeber.de verschaffen. Hier werden grundlegende Themen rund um die berufliche Neuorientierung, zu Weiterbildungsangeboten und Finanzierungsmöglichkeiten für unterschiedliche Zielgruppen aufgelistet. Außerdem kann sofort mit einer persönlichen Weiterbildungsberatung gestartet werden. In der Beratung werden die sich aus der Digitalisierung ergebenden technischen Möglichkeiten genutzt. Individuelle Fragestellungen können so nicht nur am Telefon oder per Mail geklärt werden, sondern auch beim gemeinsamen Surfen im Internet.

Das sogenannte Co-Browsing soll die telefonische Beratung bei Bedarf ergänzen. Die Beraterinnen und Berater des Infotelefons können zusammen mit den Interessierten auf Webseiten navigieren, um so beispielsweise bei der Suche in komplexen Datenbanken oder beim Ausfüllen von Formularen zu helfen. Ausführliche Informationen dazu finden sich auf der Webseite selbst sowie in der Broschüre „Auch Lebensläufe brauchen Bewegung“, die kostenlos im Netz heruntergeladen werden kann.

Links:

BMBF – Ihr persönlicher Weiterbildungsratgeber

Broschüre des BMBF: Auch Lebensläufe brauchen Bewegung

Broschüre des BMBF und des BMAS: Nationale Weiterbildungsstrategie

Wiedereinstiegsrechner des BMFSFJ

perspektive-wiedereinstieg.de

Checkliste: Individuelle Rahmenbedingungen klären, die passende Weiterbildung wählen

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Foto: © Gerd Altmann auf Pixabay

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