Gutes Beispiel: Familienkalender 2016 des Netzwerks W im Ennepe-Ruhr-Kreis

Im Netzwerk W(iedereinstieg) im Ennepe-Ruhr-Kreis engagieren sich zahlreiche regionale Institutionen für den Wiedereinstieg von Frauen in eine qualifizierte und existenzsichernde Erwerbstätigkeit sowie für die Vereinbarkeit von Familie bzw. Pflege und Beruf. 2016 gibt das Netzwerk zum dritten Mal einen Familien­planer heraus. Informationen und Kontaktdaten machen den Terminkalender gleichzeitig zum Nachschlagewerk für Themen rund um die Rückkehr in den Beruf.

Familienkalender 2016 des Netzwerks W im Ennepe-Ruhr-Kreis

In vielen Haushalten hängt ein spezieller Wandkalender, in dem die Termine aller Familienmitglieder festgehalten werden. Das erleichtert das Familienmanagement. Einen solchen Kalender produzierte das Netzwerk W(iedereinstieg) im nordrhein-westfälischen Ennepe-Ruhr-Kreis für 2016. Das besondere daran: Der Kalender steckt voller Informationen rund um den beruflichen (Wieder-)Einstieg, zu Aus- und Weiterbildung sowie zur Vereinbarkeit von Berufstätigkeit mit Familie- bzw. Pflegeaufgaben. Außerdem überzeugt er durch seine ansprechende Aufmachung mit Fotos aus der Region.

2014 feierte die Idee, mit einem solchen Planer Interessierten Informationen und Adressen rund um den beruflichen Wiedereinstieg unkompliziert zugänglich zu machen, Premiere. Das Projekt war so erfolgreich, dass wir auch für 2016 wieder einen Familienkalender erarbeitet haben. Mit Unterstützung des Jobcenters, des Landes NRW sowie des Europäischen Sozialfonds konnten wir 12.000 Exemplare drucken. Sie sind in den Regionalstellen des Jobcenters EN, den Volkshochschulen, der Agentur für Arbeit, bei den Gleichstellungsbeauftragten des Kreises und der Städte, in Familienzentren und Beratungsstellen kostenlos erhältlich, sagt Netzwerk-W-Koordinatorin Christa Beermann, Demografiebeauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreises. Interessierte können sich den Kalender auch im Internet unter www.wiedereinstieg.nrw.de ansehen. 

Informationen sind das ganze Jahr über schnell verfügbar

2016 finden Wiedereinstiegsinteressierte auf Sonderblättern zum Beispiel kompakte Informationen zu Weiterbildungsmöglichkeiten, Teilzeitausbildung, beruflichem Wiedereinstieg, der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sowie zu Kinderbetreuungs­möglichkeiten. Der Kalender reißt diese Themen an, verweist auf die entsprechenden Angebote und Ansprechstellen im Landkreis und bietet Links zu weiterführenden Informationen im Internet, erläutert Christa Beermann das Konzept. Kleine ‚Sticker’ auf den Kalenderblättern erinnern an die Themen der Infoseiten. Auf diese Weise sind sie das ganze Jahr über präsent und gut zugänglich. Sonst sind die passenden Informationen ja oft nicht zur Hand, wenn es darauf ankommt - selbst wenn man mal irgendwo einen entsprechenden Flyer mitgenommen hat.

Hinweise auf Veranstaltungen in der Region

Einen tollen Zusatzservice bieten die vielen Veranstaltungstermine in der Region, die bereits voreingetragen sind. Wir haben zum Beispiel bei allen neun kreisangehörigen Städten die Termine der wichtigsten Feste erfragt und in den Kalender aufgenommen, berichtet Christa Beermann.

Auch Beratungseinrichtungen schätzen den Kalender

Multiplikatorinnen und Multiplikatoren hängen den Kalender vielfach ins Büro und nutzen ihn quasi als ‚Nachschlagewerk’. So können sie ihre Beratungskundinnen und -kunden zu bestimmten Fragestellungen jeweils an die passenden Stellen verweisen, erzählt die Netzwerk-Koordinatorin. Eine solche Nutzung hatten wir ursprünglich gar nicht bedacht. Wir finden das jedoch sehr positiv. Einige Institutionen sind schon auf uns zugekommen und haben um Aufnahme in die nächste Kalenderversion gebeten. So erfahren wir von Angeboten, die wir noch nicht kannten und erweitern unser Netzwerk.

Kalenderkonzept zur Nachahmung empfohlen

Andere Städte und Regionen dürften die Familienkalender-Idee gerne übernehmen, sagt Christa Beermann. Das Netzwerk W im Ennepe-Ruhr-Kreis möchte dann jedoch gerne als Quelle für das Konzept genannt werden.

Bei der Umsetzung, so zeigt die Erfahrung, ist eine gute Zusammenarbeit in einem möglichst breiten Netzwerk ein zentraler Erfolgsfaktor: Unser Kalender profitiert von dem vielfältigem Fachwissen und den unterschiedlichen Sichtweisen der Beteiligten. Außerdem ist die Zusammenstellung der vielen Informationen und Daten viel Arbeit, die sich am besten gemeinsam bewältigen lässt. Wichtig sei auch, dass eine Stelle das Projekt steuere. Im Ennepe-Ruhr-Kreis hat Sabine Neuhaus, Beauftragte für Chancengleichheit beim Jobcenter EN, diese Aufgabe übernommen.

Link:

Familienkalender 2016 für den Ennepe-Ruhr-Kreis

Foto: Netzwerk W

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