Ein zentraler Anlaufpunkt für berufliche Wiedereinsteigerinnen in Hessen

Das hessische „NeW Netzwerk Wiedereinstieg " macht Frauen (und Männer) fit für einen neuen beruflichen Anfang. Das Netzwerk wird aus Mitteln des Hessischen Sozialministeriums und der Europäischen Union - Europäischer Sozialfonds (ESF) gefördert. Ziel des Programms ist es, Impulse für eine moderne Arbeitsmarktpolitik zu setzen.

Foto: Projektbeteiligte NeW Netzwerk Wiedereinstieg

Gefördert werden sieben Bildungsträger, die schon vielfältige Initiativen zum beruflichen Wiedereinstieg erfolgreich durchgeführt haben. Jeder Träger macht seinem eigenen Profil entsprechend ein spezielles Angebot. Die Leistungen im Rahmen der Netzwerkprojekte reichen von individueller Beratung, Coaching und Mentoring über zielorientierte Weiterbildung bis hin zur Stellenvermittlung oder Begleitung bei der Existenzgründung. Auch die Möglichkeiten zum beruflichen Quereinstieg in Bereichen mit besonders guten Beschäftigungsperspektiven – wie etwa im Sozial- und Pflegebereich – werden mit den Teilnehmenden ausgelotet.

Die Angebote richten sich überwiegend an Frauen – teils aber auch an fürsorgetätige Männer, die in die Erwerbstätigkeit zurückkehren möchten. Wer nicht bei der Arbeitsagentur gemeldet ist, kann ebenso an Projekten des Netzwerks teilnehmen wie Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld. Neben dem hessischen Arbeitsministerium sind die Agentur für Arbeit Frankfurt, die Rhein-Main Jobcenter GmbH, der Landkreis Darmstadt-Dieburg, die Stadt Darmstadt, das Frauenreferat der Stadt Frankfurt, das Regionalmanagement Gießener Land und der Landkreis Gießen an der Finanzierung beteiligt.

Mit unserer Netzwerk-Arbeit wollen wir die Orientierung für Menschen erleichtern, die zurück in ihren alten Beruf oder nach der Familienpause neue berufliche Wege beschreiten wollen, so Susanne Zastrau, Koordinatorin von „NeW Netzwerk Wiedereinstieg“. Noch gibt es in unserer Region keine zentrale Anlaufstelle für potenzielle Wiedereinsteigerinnen. Das wollen wir ändern. Mit unserer Webseite ist ein erster Schritt getan: Dort finden sich gebündelte Informationen, die die weiteren Schritte auf dem Weg zurück in den Beruf erleichtern. Neben Transparenz zu bestehenden Angeboten hat sich das Netzwerk die Entwicklung passgenauer neuer Angebote zum Ziel gesetzt, um Lücken zwischen Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteigern, Arbeitsverwaltung und möglichen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern zu schließen.

Das Netzwerk bietet Frauen (und Männern) einen Überblick, welche Angebote es in der Region – und ganz in ihrer Nähe – gibt. Anhand der Beschreibungen der einzelnen Projekte können sie entscheiden, welches für sie in Frage kommt: Dabei spielen neben dem Inhalt sicherlich vor allem die Erreichbarkeit und der Zeitaufwand eine Rolle – denn auch Beratung und Weiterbildung müssen mit den familiären Pflichten vereinbar sein. Die Laufzeiten der Angebote im Rahmen des Netzwerks sind unterschiedlich: Man kann individuelle Termine für Beratungsgespräche vereinbaren, es gibt aber auch wöchentliche Abendveranstaltungen, mehrtägige Workshops bis hin zu viermonatigen Kursen oder auf ein Jahr oder mehr angelegte Angebote zum Coaching oder Mentoring.

Die Entwicklung neuer und die Optimierung bestehender Angebote ist ein weiteres Handlungsfeld, das sich die Netzwerkerinnen und Netzwerker in Hessen vorgenommen haben. Durch den Austausch untereinander haben wir die Chance, mit vereinten Kräften und Kompetenzen auf den Bedarf von Wiedereinsteigerinnen einzugehen, sagt Susanne Zastrau. Und es gibt einen weiteren wichtigen Programmpunkt: Die Sensibilisierung der Betriebe für die Ressourcen der Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger. Unternehmen in der Region finden im Netzwerk kompetente Ansprechpartnerinnen zum Thema Wiedereinstieg sowie zur beruflichen Integration von Migrantinnen.

Link:

NeW Netzwerk Wiedereinstieg
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Foto: NeW Netzwerk Wiedereinstieg

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