Bundesland Spezial: Wiedereinstiegsangebote in Rheinland-Pfalz (RLP)

"Plan W – Wiedereinstieg hat Zukunft" – so lautet der Name einer Initiative, mit der die Landesregierung Rheinland-Pfalz gemeinsam mit weiteren Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die Berufsrückkehr nach einer Familien- oder Pflegephase fördern möchte. Berufliche Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger haben die Möglichkeit, vielfältige Informations- und Unterstützungsleistungen in Anspruch zu nehmen wie zum Beispiel durch die örtlichen Arbeitsagenturen, die ESF-Standorte Bad Neuenahr-Ahrweiler und Mainz im Rahmen des Bundesprogramms "Perspektive Wiedereinstieg - Potenziale erschließen" sowie durch landesgeförderte Beratungsstellen.

Foto: Deutschlandkarte mit besonderer Kennzeichnung von Rheinland-Pfalz, Wappen des Bundeslandes und Schriftzug: Beruflicher Wiedereinstieg in Rheinland-Pfalz

Die Seite www.perspektive-wiedereinstieg.de gibt einen Überblick, welche Informations- und Beratungsangebote Berufsrückkehrenden in Rheinland-Pfalz zur Verfügung stehen.

Rheinland-Pfalz aktiv: Rahmenbedingungen für den beruflichen Wiedereinstieg

Im Jahr 2009 rief die Landesregierung Rheinland-Pfalz und die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit gemeinsam mit weiteren Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die Initiative "Plan W – Wiedereinstieg hat Zukunft" ins Leben. Die Initiative möchte das Bewusstsein dafür schärfen, dass ein beruflicher Wiedereinstieg ein wichtiges betriebswirtschaftliches und gesellschaftliches Thema ist, und hat dabei die Perspektiven sowohl der Wiedereinsteigenden als auch der rheinland-pfälzischen Unternehmen im Blick.

Plan W – Wiedereinstieg hat Zukunft: Wegweiser für den beruflichen Wiedereinstieg (Online-Broschüre)

Weitere Initiativen in Rheinland-Pfalz sollen dazu beitragen, gute Rahmenbedingungen für eine gelingende Rückkehr in den Beruf zu schaffen:

Im Rahmen des Projekts "Strategie für die Zukunft – Lebensphasenorientierte Personalpolitik" (LOP) entwickelt das Institut für Beschäftigung und Employability der Hochschule Ludwigshafen am Rhein, gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, seit 2009 Maßnahmen zur Fachkräftesicherung. Um die Transparenz der Angebote zu erhöhen, ist die „LOPMAP – Die Landkarte zur Fachkräftesicherung“ entstanden. Unter dem Motto "aus der Region, für die Region" sowie "aus der Praxis, für die Praxis" werden in der aktuellen Projektphase mittels Veranstaltungen die dahinterliegenden Aktivitäten und Lösungsansätze einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Strategie für die Zukunft – Lebensphasenorientierte Personalpolitik (LOP)

LOPMAP – Die Landkarte zur Fachkräftesicherung

Im April 2015 haben in Rheinland-Pfalz vier Koordinierungsstellen zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ihre Arbeit aufgenommen. Sie unterstützen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen mit Informations- und Beratungsleistungen. Finanziert werden die Koordinierungsstellen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Das Ministerium Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz (MFFJIV) fördert die Vernetzungstreffen.

Koordinierungsstellen Familie und Beruf Rheinhessen und Vorderpfalz

MYKFamnetz in Mayen und Koblenz

Stadt Katzenelnbogen „Familie sind wir“  

Beratung vor Ort

Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) und Wiedereinstiegsberaterinnen

Die BCA der Arbeitsagenturen und Jobcenter in Rheinland-Pfalz informieren und beraten rund um den beruflichen Wiedereinstieg zu den Themen Berufsrückkehr, Frauenförderung und Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem bieten viele Arbeitsagenturen mit der Wiedereinstiegsberatung ein eigenständiges Beratungsangebot für berufliche Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger.

Wiebke Birk-Engel, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) der Agentur für Arbeit Neuwied, bietet zusammen mit einer Wiedereinstiegsberaterin Interessierten die Möglichkeit, im Gespräch auszuloten, welche Schritte für die Rückkehr in den Beruf sinnvoll sein können und welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt. "Gerade Frauen, die mehrere Jahre wegen der Betreuung von Kindern nicht berufstätig waren, wissen unser unverbindliches Angebot zu schätzen", freut sie sich. "Sie erfahren von unseren Veranstaltungen aus der Presse und können teilnehmen, ohne sich zuvor als Kundin bei der Arbeitsagentur registriert haben zu müssen." Für den beruflichen Wiedereinstiegsprozess empfiehlt sie: "Wenn ich weiß, was ich will, bin ich authentisch und kann meine Ziele leichter erreichen. Deshalb ist es wichtig, zu klären: Was liegt mir? Welche Stärken habe ich? Welche Rahmenbedingungen müssen für meinen Wiedereinstieg erfüllt sein (Kinderbetreuung, Arbeitszeiten, Qualifizierungsbedarf)? Wenn es dann um die Stellensuche geht, sollten neben den Angeboten der Arbeitsagentur auch persönliche Netzwerke wie Nachbarschaft, Vereine etc. genutzt werden. Denn es zeigt sich, dass Arbeitsverhältnisse besonders häufig über Empfehlungen zustande kommen."

"Wer sich beispielsweise zu Themen wie Stellensuche, Bewerbung, Zeitmanagement, Rhetorik, selbstbewusstes Auftreten, arbeitsrechtliche Fragen sowie Informationen zu Mini- und Midi-Jobs fit machen möchte, kann die Veranstaltungsreihe „BiZ & Donna“ besuchen. Einmal im Monat bieten die BCA der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit themenspezifische Vorträge und Workshops an. Die zweistündigen Veranstaltungen sind auch für Frauen interessant, die bereits wieder eingestiegen sind", erklärt Wiebke Birk-Engel.

BCA der Arbeitsagenturen

Wiedereinstiegsberatung

Um zu erfahren, ob die Wiedereinstiegsberatung auch in Ihrer Region verfügbar ist, nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihrer zuständigen Arbeitsagentur auf.

Veranstaltungsreihe „BiZ & Donna“

Bundesprogramm „Perspektive Wiedereinstieg – Potenziale erschließen“

Das durch den Europäischen Sozialfonds geförderte Bundesprogramm „Perspektive Wiedereinstieg – Potenziale erschließen“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Bundesagentur für Arbeit wird in Bad Neuenahr-Ahrweiler und Mainz umgesetzt.

ESF-Standort „Perspektive Wiedereinstieg“ – Bad Neuenahr-Ahrweiler

In Bad Neuenahr-Ahrweiler bietet „Perspektive Wiedereinstieg – Beratungsstelle Lotse in faire (Erwerbs-)Tätigkeit“ für gut qualifizierte Wiedereinsteigerinnen, geringfügig Beschäftigte sowie Personen mit Perspektiven in Personen- und Haushaltsnahen Dienstleistungen nach einer Familienphase ein umfangreiches Unterstützungsmanagement auf dem Weg in eine faire, existenzsichernde Erwerbstätigkeit. Angebote sind unter anderem Kompetenzanalyse, Berufsorientierung, Bewerbungstraining, Coaching sowie Beratung in den Bereichen Aus- und Fortbildung, Existenzgründung und Karriere. Der Träger des ESF-Standorts „Perspektive Wiedereinstieg“ – Bad Neuenahr-Ahrweiler ist die Gesellschaft für Berufsbildung und Berufstraining mbH (GBB).

ESF-Standort „Perspektive Wiedereinstieg“ – Bad Neuenahr-Ahrweiler

ESF-Standort „Perspektive Wiedereinstieg“ – Mainz

Mit einem guten Rundumblick sorgt der Träger Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e.V. des ESF-Standorts „Perspektive Wiedereinstieg“ – Mainz dafür, dass die Rückkehr in den Beruf machbar wird. Am Wiedereinstieg interessierte Personen werden von der ersten vagen Idee bis zur Verwirklichung beraten und begleitet. Das Angebot umfasst Orientierung an individuellen Vorstellungen, Zielen und Zeitressourcen, flexible Unterstützungsangebote, Online-Weiterbildung von zu Hause aus sowie Online-Coaching.

ESF-Standort „Perspektive Wiedereinstieg“ – Mainz

Beratungsstellen Neue Chancen

Im Rahmen des Programms „Neue Chancen“ des Landes Rheinland-Pfalz erhalten berufliche Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger in Altenkirchen, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Landau und Trier Informationen und Unterstützung zu allen Fragen rund um Bildung und Erwerbstätigkeit. Die Beratungsstellen Neue Chancen werden durch den Europäischen Sozialfonds und das Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz (MFFJIV) gefördert.

Altenkirchen

Bad Neuenahr-Ahrweiler

Landau

Trier

Orientierungskurse des Arbeitsmarktpolitischen Programms für berufliche Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger

Im Auftrag des Ministeriums für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz (MFFJIV) bieten verschiedene Weiterbildungsträger in Rheinland-Pfalz spezielle Orientierungskurse für die Vorbereitung auf den beruflichen Wiedereinstieg an. Die Kurse finden in Teilzeit in einem Zeitraum von in der Regel elf Wochen statt. Das Programm richtet sich an erwerbsfähige Frauen und Männer nach einer mindestens dreijährigen Familien- bzw. Pflegephase, die weder Arbeitslosengeld I noch Arbeitslosengeld II beziehen. Kurse sind über die Weiterbildungsdatenbank von www.frauennetz-aktiv.de zu finden.

Weiterbildungsdatenbank von www.frauennetz-aktiv.de

Kommunale Gleichstellungsbeauftragte

Viele der mehr als 40 hauptamtlichen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in den Gemeinden und Landkreisen von Rheinland-Pfalz bieten Frauen und Männern beim beruflichen Wiedereinstieg nach einer Familien- oder Pflegephase Unterstützung an. Die Angebote sind von Region zu Region unterschiedlich. Es lohnt sich, bei den Gleichstellungsbeauftragten direkt nachzufragen.

Gleichstellungsbeauftragte

Beratung vor Ort finden mit Hilfe von www.perspektive-wiedereinstieg.de

Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, welche Institutionen vor Ort Beratung zum beruflichen Wiedereinstieg anbieten, erhält über die Postleitzahlensuche der Wiedereinstiegskarte des Lotsenportals www.perspektive-wiedereinstieg.de eine entsprechende Ergebnisliste mit Beratungsstellen.

Wiedereinstiegskarte

Angebote für Migrantinnen und Migranten

Das Teilprojekt „IQ Rheinland-Pfalz – Fachkräfte für KMU und ethnische Ökonomien: Frauen mit Migrationshintergrund“ des IQ Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz richtet sich insbesondere an Frauen mit Perspektive auf (Wieder-)Einstieg, Neuorientierung oder Existenzgründung. Migrantinnen und Migranten, die für den beruflichen Wiedereinstieg im Ausland erworbene Qualifikationen anerkennen lassen möchten, finden auf der Website des IQ Landesnetzwerks die Kontaktdaten der zuständigen Beratungsstellen.

Das IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

Projekt „IQ Rheinland-Pfalz – Fachkräfte für KMU und ethnische Ökonomien: Frauen mit Migrationshintergrund“

IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz  

Online-Informationsangebote

www.frauennetz-aktiv.de

Das Internet-Forum www.frauennetz-aktiv.de bietet Informationen zum Thema Frau und Beruf in Rheinland-Pfalz sowie zu beruflichen Informations- und Weiterbildungsangeboten für Frauen. Auftraggeberinnen sind das Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz (MFFJIV) sowie die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit.

www.frauennetz-aktiv.de

Weiterbildungsdatenbank

www.weiterbildungsportal.rlp.de

Das Weiterbildungsportal Rheinland-Pfalz ermöglicht die Recherche von Weiterbildungsangeboten in Rheinland-Pfalz und gibt Empfehlungen zu einer zielgerichteten Weiterbildungsplanung sowie Hinweise zu Finanzierungsmöglichkeiten. Das Portal ist ein Angebot des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz und des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz.

Weiterbildungsportal Rheinland-Pfalz

Berufsbezogene Angebote

Wiedereinstiegsstipendien für Wissenschaftlerinnen in der Forschung

Wer eine wissenschaftliche Tätigkeit wegen Erziehungs- oder Betreuungsaufgaben unterbrochen hat und ein bereits begonnenes Forschungsprojekt an einer rheinland-pfälzischen Hochschule fortsetzen möchte, kann sich um ein „Wiedereinstiegsstipendium für Wissenschaftlerinnen in der Forschung“ bewerben.

Wiedereinstiegsstipendium für Wissenschaftlerinnen in der Forschung

Quereinstieg als pädagogische Fachkraft

Der Quereinstieg als Fachkraft in einer Kindertageseinrichtung ist ein individueller Prozess. Bei Fragen zu den Themen Eignungsfeststellung sowie Finanzierung der Ausbildung im Rahmen der beruflichen Weiterbildung (Umschulung) können Interessierte Kontakt zur örtlichen Agentur für Arbeit bzw. dem Jobcenter aufzunehmen.

Einen Überblick zu den Möglichkeiten des Quereinstiegs in Rheinland-Pfalz und weiteren Ansprechpersonen vor Ort bietet das Portal www.chance-quereinstieg.de der Koordinationsstelle Chance Quereinstieg / Männer in Kitas gefördert vom BMFSFJ.

Quereinstiegsmöglichkeiten in Rheinland-Pfalz

Quer- oder Seiteneinstieg in den Beruf als Lehrerin oder Lehrer

In bestimmten Schulfächern besteht in Rheinland-Pfalz großes Interesse an qualifizierten Hochschulabsolventinnen und -absolventen auch ohne Lehramtsausbildung. Informationen zum Quer- oder Seiteneinstieg als Lehrerin oder Lehrer hat das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur zusammengestellt.

Quer- oder Seiteneinstieg als Lehrerin oder Lehrer

Wir hoffen, dass auch für Sie das passende Angebot dabei ist. Aktuelle Informationen rund um den beruflichen Wiedereinstiegsprozess finden Sie auf www.perspektive-wiedereinstieg.de.

Viel Erfolg für Ihren beruflichen Wiedereinstieg!

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