Bundesland Spezial: Wiedereinstiegsangebote in Niedersachsen (NI)

Zeit für den beruflichen Wiedereinstieg? In Niedersachsen bieten die örtlichen Arbeitsagenturen, die Standorte Göttingen und Osterholz-Scharmbeck des ESF-Bundesprogramms „Perspektive Wiedereinstieg - Potenziale erschließen“ sowie die landesgeförderten Beratungsstellen zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten im Wiedereinstiegsprozess.

Foto: Auf einer Deutschlandkarte ist Niedersachsen hervorgehoben, Wappen von Niedersachsen

Die Seite www.perspektive-wiedereinstieg.de des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) gibt einen Überblick, welche Informations- und Beratungsangebote beruflichen Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteigern in Niedersachsen zur Verfügung stehen.

Niedersachsen aktiv: Rahmenbedingungen für den beruflichen Wiedereinstieg

"Niedersachsen macht sich gemeinsam mit den Unternehmerverbänden für eine familienorientierte Arbeitswelt stark. Das Land will dabei folgende Ziele erreichen: mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten, mehr Möglichkeiten zur Teilzeitbeschäftigung, eine höhere Frauenerwerbsquote und die Weiterentwicklung haushaltsnaher Dienstleistungen", so heißt es auf der Internetseite des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Familienorientierte Arbeitswelt – Informationen des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung  

Beratung vor Ort

Bundesprogramm „Perspektive Wiedereinstieg – Potenziale erschließen“

Das durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Bundesprogramm „Perspektive Wiedereinstieg – Potenziale erschließen“ des BMFSFJ sowie der BA wird in Göttingen und Osterholz-Scharmbeck umgesetzt.

ESF-Standort „Perspektive Wiedereinstieg“ – Göttingen

Seit dem Juli 2015 unterstützt die VHS Göttingen Osterode gGmbH mit dem Projekt „Perspektive Wiedereinstieg – Göttingen“ Frauen nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung dabei, den Wiedereinstieg in den Beruf erfolgreich zu gestalten. Das Angebot der Beratungsstelle richtet sich an Wiedereinsteigerinnen und Frauen in geringfügiger Beschäftigung und umfasst Coaching, Seminare sowie arbeitsmarktorientierte Qualifizierungen. Dabei kooperiert der Träger eng mit der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und der Koordinierungsstelle „Frauenförderung in der privaten Wirtschaft“. Auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben die Möglichkeit, sich mit Fragen zu einer familienfreundlichen Personalpolitik an das Projektteam zu wenden.

ESF-Standort „Perspektive Wiedereinstieg“ – Göttingen

ESF-Standort „Perspektive Wiedereinstieg“ – Osterholz-Scharmbeck

Das Projektteam der ProArbeit kAöR berät im Rahmen des Projekts „Perspektive Wiedereinstieg im Landkreis Osterholz“ Frauen und Männer im beruflichen Wiedereinstiegsprozess und zu Themen rund um die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Mit einem individuellen Coaching und themenspezifischen Seminaren sollen sowohl berufliche Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger als auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Pflegeverantwortung unterstützt werden. Zur besseren Nutzung von Haushaltsnahen Dienstleistungen ist ein Pool von Anbieterinnen und Anbietern auf der Website abrufbar. Für Arbeitgeber bzw. Arbeitgeberinnen und Personalverantwortliche stehen individuelle Beratung, Seminare sowie eine Qualifizierung im Bereich „Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege“ zur Verfügung. Das Beratungsteam bereist mit dem „Perspektive Wiedereinstieg“-Bus den Landkreis Osterholz, macht auf das Projekt aufmerksam und informiert zu den Vorteilen des beruflichen Wiedereinstiegs. Der Bus dient als mobiler Beratungsraum vor Ort.

ESF-Standort „Perspektive Wiedereinstieg“ – Osterholz-Scharmbeck

Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) und Wiedereinstiegsberaterinnen und -berater

"Der Wiedereinstieg in den Beruf ist häufig mit vielen Fragezeichen versehen. Wie sieht der Arbeitsmarkt aus? Bin ich ausreichend qualifiziert? Wo kann ich Qualifikationen erwerben? Vielleicht ein Neuanfang in einem ganz neuen Berufsfeld?", sagt Elke Lettmann, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen. „Um Orientierung zu finden und Lösungsstrategien zu entwickeln, ist entsprechende Beratung wichtig und hilfreich. Niedersachsenweit gibt es in jeder Agentur für Arbeit eine Wiedereinstiegsberaterin und eine Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, die ihre Unterstützung in diesen Themen anbieten. Auch die Beauftragten für Chancengleichheit der Jobcenter stehen mit ihrem Wissen speziell für berufliche Anliegen von Frauen zur Verfügung. Vortragsreihen, Orientierungsveranstaltungen, persönliche Gespräche sind im Angebot all dieser Expertinnen. Außerdem arbeiten sie in verschiedenen Netzwerken und Kooperationen und können wichtige Kontakte herstellen, z.B. zu den Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft. Nehmen Sie Kontakt auf und planen Sie Ihren persönlichen Wiedereinstieg!" Auch ohne einen Leistungsanspruch können Ratsuchende viele Angebote der Agenturen für Arbeit nutzen.

Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agenturen für Arbeit und in den Jobcentern/gE im Bezirk der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen

Beratung vor Ort finden mit Hilfe von www.perspektive-wiedereinstieg.de

Die Wiedereinstiegskarte des Lotsenportals www.perspektive-wiedereinstieg.de ermöglicht über eine Postleitzahlen- bzw. Bundeslandsuche den Zugang zu Kontaktdaten von Beratungsstellen, die vor Ort Angebote für den beruflichen Wiedereinstieg vorhalten.

Wiedereinstiegskarte

Gleichstellungsbeauftragte – Kommunale Frauenbüros

Die kommunalen Frauenbüros in den Gemeinden, Landkreisen und Städten Niedersachsens unterstützen mit ihren Aktivitäten vor Ort den Abbau geschlechterspezifischer Benachteiligungen und setzen sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein. Welche konkreten Angebote vor Ort zur Verfügung stehen, können Interessierte bei der Gleichstellungsbeauftragten vor Ort erfragen. Eine Liste mit Kontaktdaten ist auf der Homepage der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros in Niedersachsen zu finden.

Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros in Niedersachsen – Liste örtlicher Frauenbüros

Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft

An 24 Standorten bieten die Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft, gefördert durch das Land Niedersachsen sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, Frauen nach der Familienphase Information und Beratung für den beruflichen Wiedereinstiegsprozess. Innovative Weiterbildungsmaßnahmen berücksichtigen die spezifische Lebenssituation von Frauen mit Kindern. Für eine Kinderbetreuung während der Teilnahme an einer Qualifizierung ist gesorgt. An verschiedenen Standorten besteht die Möglichkeit, sich im Rahmen von Netzwerkveranstaltungen auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen, wie zum Beispiel das WELCOME BACK-Netzwerktreffen in Hannover.

Gemeinsam mit Unternehmen entwickeln die Projektteams der Koordinierungsstellen in der jeweiligen Region Maßnahmen für eine familienbewusste Personalpolitik, um neue Fachkräftepotenziale zu erschließen.

Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft – Informationen des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft – Adressliste

Beratungsstellen für Existenzgründerinnen

Das FIFA-Programm bietet unter anderem Beratung und Qualifizierung für Existenzgründerinnen und richtet sich an Alleinerziehende und Berufsrückkehrerinnen ebenso wie an Migrantinnen, Aussiedlerinnen, ältere Beschäftigte und Frauen mit Behinderungen. In Ausnahmefällen können auch Männer gefördert werden - z. B. Berufsrückkehrer nach einer Familienphase.

FIFA-Beratungsstellen für Existenzgründerinnen – Adressen

Wer gerne selbst recherchiert, kann mit Hilfe des NiedersachsenNAVIGATORs ein passendes Beratungsangebot finden, sortiert nach Kategorien wie zum Beispiel „Angebote für Frauen“, „Gründerzentren“, „Netzwerke“ oder nach Postleitzahl.

NiedersachsenNAVIGATOR

Angebote für Migrantinnen und Migranten

Das Migrationsportal des IQ Netzwerk Niedersachsen bietet Migrantinnen und Migranten Informationen und Kontaktdaten der zuständigen Beratungsstellen, um für den beruflichen Wiedereinstieg ihre im Ausland erworbene Qualifikationen anerkennen zu lassen oder Qualifizierungsangebote zu finden.

Das IQ Netzwerk Niedersachsen wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

Migrationsportal des IQ Netzwerk Niedersachsen

Stark im Beruf – Standorte in Niedersachsen

Mit dem ESF-Programm „Stark im Beruf“ unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Mütter mit Migrationshintergrund beim (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt. Interessierte erhalten umfassende Beratung und Information zu allen arbeitsmarktrelevanten Fragen, zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine individuelle Begleitung im (Wieder-)Einstiegsprozess.

Stark im Beruf – Standortsuche

Bildungsberatung in Niedersachsen

Niedersachsen hält ein landesweites Netzwerk aus Beratungsstellen zum Thema berufliche Bildung vor. Interessierte erhalten eine individuelle Orientierungsberatung, einen Überblick zu regionalen Bildungsangeboten sowie Informationen zur finanziellen Förderung. Sollten Fragestellungen über eine Weiterbildungsberatung hinausgehen, leiten die Beraterinnen und Berater bei Bedarf an eine entsprechende Fachberatung weiter. Eine Möglichkeit zur Onlineberatung mit Chatfunktion gibt es derzeit in den Beratungsstellen Hameln-Pyrmont, Hannover und Meppen.

Portal Bildungsberatung Niedersachsen

Berufsbezogene Angebote

Wiedereinstieg bzw. Quereinstieg als pädagogische Fachkraft

Wer einen Quereinstieg als pädagogische Fachkraft anstrebt, findet einen Überblick zu diesbezüglichen Möglichkeiten und Ansprechpersonen in Niedersachsen auf dem Portal www.chance-quereinstieg.de der Koordinationsstelle Chance Quereinstieg / Männer in Kitas gefördert vom BMFSFJ.

Quereinstiegsmöglichkeiten in Niedersachsen

Quereinstieg in den Beruf als Lehrerin oder Lehrer

Aufgrund der besonderen Bedarfslage für einige Unterrichtsfächer steht der Weg in den niedersächsischen Schuldienst auch Bewerberinnen und Bewerbern offen, die ein anderes Hochschulstudium als ein Lehramtsstudium erfolgreich abgeschlossen haben oder über eine in Niedersachsen nicht als gleichwertig anerkannte Lehramtsausbildung verfügen.

Quereinstieg in den niedersächsischen Schuldienst

Berufsabschluss Landwirtin/Landwirt für Quereinsteiger bzw. Quereinsteigerinnen

Der Bedarf an Fachkräften in der Landwirtschaft ist seit einigen Jahren gleich bleibend hoch und kann nicht gedeckt werden. Die Landwirtschaftskammer (LWK) hat für verschiedene Zielgruppen ein Bildungskonzept entwickelt, das sich unter anderem an Frauen und Männer richtet, die entweder bereits auf landwirtschaftlichen Betrieben beschäftigt sind oder einen Arbeitsplatz bekommen könnten, aber keine landwirtschaftliche Ausbildung abgeschlossen haben. Interessiert können Vorbereitungslehrgänge auf den Berufsabschluss Landwirtin/Landwirt besuchen.

Informationen auf der Homepage der Landwirtschaftskammer

Wir hoffen, dass auch für Sie das passende Angebot dabei ist. Aktuelle Informationen rund um den beruflichen Wiedereinstiegsprozess finden Sie auf www.perspektive-wiedereinstieg.de.

Viel Erfolg für Ihren beruflichen Wiedereinstieg!

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