Kampagne: "Warum Minijob? Mach mehr draus!"

Die Senatsverwaltung in Berlin startete im Rahmen des Projekts Joboption Berlin eine Kampagne, die über weit verbreitete Irrtümer in Bezug auf Minijobs aufklärt und für sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wirbt. Plakate in U-Bahnen, eine Postkartenaktion, eine Wanderausstellung sowie Video-Statements erklären, warum es sinnvoll ist zu sagen: "Warum Minijob? Mach mehr draus!"

Foto: Postkartenmotive zur Kampagne

Minijobs sind weit verbreitet. Rund 7,5 Millionen Menschen in Deutschland gehen einer solchen geringfügigen Beschäftigung nach. Trotzdem halten sich viele Fehlannahmen über 450-Euro-Stellen. So gaben zum Beispiel 2013 bei einer Umfrage 52 Prozent der Personalverantwortlichen an, im Minijob existiere kein Kündigungsschutz. Doch das ist falsch. Für Minijobberinnen und Minijobber gelten die gleichen Rechte wie für andere Beschäftigte auch.

Plakatkampagne gibt überraschende Antworten

Die zehn Plakate der Minijob-Kampagne stellen jeweils eine Frage zum Thema Minijob. Die Antwort, die sie darauf geben, wird sicherlich so manchen Leser und so manche Leserin erstaunen. Zwei Beispiele:

Ist ein Minijob ein guter Wiedereinstieg nach der Familienphase? - Nein! Zwei Drittel der Frauen, die mit einem Minijob wieder einsteigen, bleiben darin hängen.

Rechnen sich Minijobs für ein Unternehmen? - Nein! Wenn das Arbeitsrecht eingehalten wird, sind Minijobs teurer als Teil- und Vollzeitjobs.

Auf der Internetseite des Projekts Joboption Berlin sind alle zehn Plakate abgebildet. Wer darauf klickt, erhält ausführliche Erläuterungen zur jeweiligen Antwort.

Interessante Video-Statements

Ebenfalls spannend: Auf einem eigenen YouTube-Kanal sind über 20 Videos zu sehen, in denen die Initiatorin der Kampagne, Senatorin Dilek Kolat, Berliner Verbandsvertreterinnen und -vertreter, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Minijobberinnen und Minijobber das Thema geringfügige Beschäftigung in ganz unterschiedlicher Weise beleuchten und erklären, warum es ihrer Meinung nach nicht bei einem Minijob  bleiben sollte.

Wanderausstellung zum Ausleihen

Die Ausstellung zur Kampagne mit zwölf Roll-ups ist bis zum 31. Oktober 2014 im Bezirksrathaus Schöneberg zu sehen. Anschließend können Interessierte aus dem gesamten Bundesgebiet sie gebührenfrei entleihen. Die Ausstellung beantwortet zum Beispiel folgende Fragen: Welche Mehrkosten entstehen Unternehmen durch Minijobs?, Haben Minijobber/innen ein Recht auf Krankengeld, Kündigungs- und Mutterschutz? oder Welchen Nutzen hat die Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung für Unternehmen?

Links:

"Warum Minijob? Mach mehr draus!"
Informationen zur Kampagne

YouTube-Kanal "Warum Minijob? Mach mehr draus!"

Foto: Joboption Berlin

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