Mehr Frauen in Führungspositionen: Interaktives Datentool zeigt die aktuelle Entwicklung

Wie wirkt sich die 2015 eingeführte Geschlechterquote auf den Anteil von Frauen in Führungspositionen aus? Ein interaktives Datentool des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) liefert detaillierte Antworten: Es veranschaulicht mit Hilfe von Grafiken und interaktiven Elementen, wie sich seit dem Inkrafttreten des „Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ vor drei Jahren der Frauenanteil sowohl in den Führungsebenen von Unternehmen als auch in den obersten Bundesbehörden entwickelt hat.

Foto: Balkendiagramm steigend, vor den Balken Frauensilhouetten

Das interaktive Datentool ermöglicht es, Daten zum Frauenanteil in Aufsichtsräten und den selbstgesetzten Zielgrößen in den börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen in Deutschland abzurufen, für die eine feste Quote gilt. Aktuell handelt es sich dabei um rund 100 Unternehmen. Die Daten in der Übersicht beruhen auf den jeweiligen Erklärungen zur Unternehmensführung und auf den Erhebungen des Vereins „Frauen in die Aufsichtsräte“ (FidAR e.V.).

Über Filter kann gezielt die Entwicklung in einzelnen Branchen, nach Bilanzsummen, Anzahl der Beschäftigten und Bundesländern nachvollzogen werden. Für die obersten Bundesbehörden bildet die Grafik den Anteil von Frauen an der Belegschaft  insgesamt sowie den Frauenanteil in Leitungsfunktionen ab und zeigt eine jährliche Entwicklung auf. Datengrundlage sind in diesem Bereich Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Quote plus Zielgrößenvereinbarung für mehr Gleichberechtigung

Das seit Mai 2015 geltende Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe hat das Ziel, den Anteil von Frauen in Führungspositionen signifikant zu erhöhen. In der Privatwirtschaft gilt seit Anfang 2016 eine feste Quote von 30 Prozent für das im Aufsichtsrat jeweils unterrepräsentierte Geschlecht bei allen Neubesetzungen in börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen. Wird die Quote bei einer Aufsichtsratswahl nicht beachtet, bleiben die für das unterrepräsentierte Geschlecht vorgesehen Plätze unbesetzt. Bislang hat es jedoch noch keinen „leeren Stuhl“ gegeben. Stattdessen ist der Anteil von Frauen in den Aufsichtsräten von 21,9 Prozent in 2015 auf 30,9 Prozent (Januar 2018) angestiegen.

Börsennotierte oder mitbestimmungspflichtige Unternehmen müssen sich außerdem  Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils geben. Es werden Ziele für die Aufsichtsräte, den Vorstand und die beiden Management-Ebenen unterhalb des Vorstands bestimmt und jährlich in den Lageberichten der Unternehmen veröffentlicht. Dabei dürfen die Zielgrößen nicht unter den aktuellen Stand sinken, sollte dieser unter 30 Prozent liegen. Die Bundesregierung informiert jährlich über die Fortschritte.

Link:

BMFSFJ – „Die Quote wirkt!“

Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen
Website des BMFSFJ

perspektive- wiedereinstieg.de

Managerinnen-Barometer 2018: Geschlechterquote für Aufsichtsräte greift, in Vorständen herrscht nahezu Stillstand

Rubrik Gleichstellung

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