FAQ: Flexible Arbeitszeitmodelle

Es gibt viele Möglichkeiten, Arbeitszeiten flexibel zu gestalten. Folgende häufig gestellte Fragen beziehen sich auf Grundmodelle, die weit verbreitet sind und teilweise auch individuell kombiniert werden können.

Foto: Frau zeigt auf Wanduhr

Was bedeutet Gleitzeit?

Gleitzeit: Es gibt eine feste Kernarbeitszeit. Außerhalb dieser Zeiten können die Beschäftigten ihre Arbeitszeiten frei einteilen (zum Beispiel später beginnen oder früher gehen).

Was versteht man unter variabler Arbeitszeit?

Variable Arbeitszeit: Diese Variante sieht keine Kernzeit vor und überlässt die Verteilung der Arbeitsstunden den Beschäftigten selbst – so lange eine vereinbarte Wochenarbeitszeit eingehalten wird, steht es ihnen frei, ihre Arbeitsstunden in Abstimmung mit den Kolleginnen und Kollegen und unter Berücksichtigung der Unternehmensbedürfnisse flexibel zu gestalten.

Welche Formen von Teilzeitarbeit gibt es?

Teilzeit: Teilzeitarbeit bedeutet, dass Beschäftigte weniger Arbeitsstunden als die in der Branche oder dem Betrieb übliche Vollzeit arbeiten. Die Arbeitsstunden können dabei unterschiedlich verteilt werden:

  • gleichmäßige Verteilung der Stundenzahl auf alle Tage der Woche. Beispiel: sechs Stunden an fünf Tagen in der Woche
  • einige Tage Vollzeit, einige Tage der Woche frei. Beispiel: drei volle Tage arbeiten und an zwei Tagen frei haben
  • wochenweise Freizeit. Beispiel: Bei einer 75-Prozent-Stelle hieße das: drei Wochen Vollzeitarbeit, eine Woche frei.

Was zeichnet Telearbeit und Homeoffice aus?

Telearbeit / Homeoffice: Die Beschäftigten arbeiten in Teilzeit oder Vollzeit zu Hause. Wegezeiten entfallen. Die flexible Einteilung der Arbeitszeit erleichtert es, familiäre Bedürfnisse zu berücksichtigen. Durch Präsenztage bleibt die Bindung zum Unternehmen bestehen. Beispiel: Drei Tage Arbeit von zu Hause und ein Tag Anwesenheit im Unternehmen

Wie funktioniert teamorientierte Arbeitszeitgestaltung?

Teamorientierte Arbeitszeit: Die Beschäftigten planen und vereinbaren im Team die individuelle Arbeitszeit. Der Bedarf im Team und die persönlichen Wünsche werden nach Möglichkeit in Einklang gebracht.

Was ist ein Jahresarbeitszeitkonto?

Jahresarbeitszeitkonto: Es ist eine festgelegte Anzahl von Arbeitszeitstunden im Laufe eines Jahres zu leisten. Beschäftigten, denen ein Jahresarbeitszeitkonto zur Verfügung steht, können über einen längeren Zeitraum Überstunden ansammeln und sie im Block durch Freizeit ausgleichen. Umgekehrt ist es auch möglich, Minusstunden anzusammeln, die im Laufe des Jahres durch Mehrarbeit ausgeglichen werden müssen. Beispiel: Sechs Monate Projektarbeit in Vollzeit und sechs Wochen Freistellungsphase

Was ist unter Vertrauensarbeitszeit zu verstehen? 

Vertrauensarbeitszeit: Ohne eine Erfassung der Arbeitsstunden sind die  Beschäftigten für ihre vertraglich festgelegten Arbeitszeiten selbst verantwortlich. Wichtig ist, dass sie die vereinbarten Ergebnisse erreichen.

Welche Vorteile haben Arbeitszeitkonten?

Arbeitszeitkonten: Die Beschäftigten arbeiten Vollzeit und bekommen durchgängig ein Teilzeitgehalt ausgezahlt. Die Differenz wird als Zeit- oder Geldguthaben auf einem Langzeitkonto angespart. So werden Freistellungsphasen z.B. für die Eingewöhnung der Kinder in Kindergarten oder für Pflegezeiten möglich.

Links:

Flexible Arbeitszeiten
Flyer der Bundesagentur für Arbeit

Arbeitszeitmodelle und Arbeitsmodelle
Informationen auf der Homepage der Bundesagentur für Arbeit

Teilzeit – Alles was Recht ist
Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2011

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

Foto: stockfreeimages.com / Netbritish

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