Angebote und Unterstützung für pflegende Angehörige

Wer beruflich wieder einsteigen möchte und in der Familie vor der Herausforderung steht, eine Pflegesituation bewältigen zu müssen, benötigt in der Regel Unterstützung. Perspektive-wiedereinstieg.de stellt verschiedene Angebote vor: von hilfreichen Informationen über Beratung bis hin zu sozialen Dienstleistungen.

Foto: Seniorin an der Haustür bekommt Essen geliefert

Servicetelefon und Informationsportal "Wege zur Pflege"

Das Informationsportal „Wege zur Pflege“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet einen Überblick zum Thema Pflege in Form von FAQ (Antworten auf häufig gestellte Fragen) und weiterführenden Links in den Rubriken Beratung, Demenz, Geld, Wohnen und Recht. Es werden umfangreiche Informationen zu den seit dem 01.01.2015 geltenden Regelungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege bereitgestellt. Über das Servicetelefon unter 030 / 201 791 31 sind montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 18 Uhr geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erreichen.

www.wege-zur-pflege.de

Pflegeberatung

Seit dem 1. Januar 2009 gibt es den gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung. Die Beratung erfolgt durch Pflegeberaterinnen und Pflegeberater zum Beispiel der Pflegekassen oder der bundesweiten Pflegestützpunkte. Die Pflegeberaterinnen und Pflegeberater verfügen über Wissen aus den Bereichen des Sozialrechts, der Pflege und der Sozialarbeit, nehmen sich der Belange und Fragen von Hilfe- und Pflegebedürftigen sowie deren Angehörigen an und beraten über das vorhandene Leistungsangebot. Die Pflegekassen informieren, wo sich der nächste Pflegestützpunkt befindet und welche Pflegeberaterin oder welcher Pflegeberater erreichbar ist. Die Pflegeberatung kann auch zuhause erfolgen.

Verzeichnis der Pflegestützpunkte

Pflegekurse

Wer eine Angehörige oder einen Angehörigen pflegt, kann an einem Pflegekurs der Pflegekassen teilnehmen. Diese Kurse bieten praktische Anleitung und Informationen, Beratung und Unterstützung zu vielen Themen rund um die Pflege sowie die Möglichkeit, sich mit anderen Pflegenden auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Die meisten Pflegekassen haben vor Ort Vertragspartnerinnen und -partner wie Wohlfahrtsverbände, Kirchen, private Anbieterinnen oder Anbieter. Häufig sind die Pflegekurse für pflegende Angehörige kostenlos. Informationen erhalten Interessierte bei den Pflegekassen.

Verzeichnis der Kranken- und Pflegekassen des GKV-Spitzenverbands zentrale Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland

Erholung und Entlastung für Pflegende

Wenn pflegende Angehörige wegen Urlaubs oder einer Erkrankung ihre Angehörigen nicht pflegen können, zahlt die Pflegekasse eine notwendige Ersatzpflege. Der Anspruch auf diese sogenannte Verhinderungspflege besteht für maximal vier Wochen im Jahr. Voraussetzung ist, dass die oder der Pflegende mindestens seit sechs Monaten die Pflege übernommen hat und damit die genannte Vorpflegezeit erfüllt. Weitere Alternativen zur Erholung bzw. Entlastung der Pflegenden sind die teilstationäre Tages- und Nachtpflege sowie die Kurzzeitpflege.

Hilfen für Angehörige, Informationen des Bundesgesundheitsministeriums

Psychologische Online-Beratung

Die Pflege von Angehörigen ist eine anspruchsvolle und anstrengende Tätigkeit. Um die Belastungen besser bewältigen zu können, bietet das Projekt „pflegen-und-leben.de“ der gemeinnützigen Gesellschaft Catania, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, eine psychologische Online-Beratung.

Das Beratungsangebot richtet sich an pflegende Angehörige sowie an Freunde, Bekannte und Nachbarn, die ältere Menschen pflegen. Anonym, kostenfrei und datensicher können sich Pflegende an speziell geschulte Beraterinnen und Berater wenden. Neben der Online-Beratung bietet die Website www.pflegen-und-leben.de auch viele Informationen zum Thema Belastungen in der häuslichen Pflege sowie Tipps und Hinweise für die eigene Selbstfürsorge.

www.pflegen-und-leben.de

Soziale Dienstleistungen

In Deutschland gibt es ein breites Hilfenetz für ältere Menschen. Verschiedene Dienste und Einrichtungen halten eine Vielzahl von hauswirtschaftlichen Angeboten zur Entlastung im Alltag vor. Es gibt eine gute Versorgung mit professionellen Pflegediensten, die im Bedarfsfall die Pflege in der Wohnung durchführen. Ziel ist es, dass Pflegebedürftige möglichst lange ein selbstständiges Leben führen können – ohne dass die pflegenden Angehörigen zu sehr belastet sind.

www.serviceportal-zuhause-im-alter.de 

Foto: ASB T. Ehling

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