Finanzielle Hilfen

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die berufliche Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger neu einstellen, können unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse zum Arbeitsentgelt erhalten. Auch Unterstützungsmöglichkeiten bei beruflichen Qualifizierungen Beschäftigter können in Frage kommen. Über Fördermöglichkeiten informieren die Ansprechpersonen in den Arbeitgeber-Services der örtlichen Arbeitsagenturen und Jobcenter.

Foto: Euro-Scheine

Der Eingliederungszuschuss

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können zur Eingliederung von förderbedürftigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, deren Vermittlung wegen in ihrer Person liegender Gründe erschwert ist, einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt zum Ausgleich von Minderleistungen erhalten (Eingliederungszuschuss). Die Förderhöhe und die Förderdauer richten sich nach dem Umfang der Einschränkung der Arbeitsleistung der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers und nach den Anforderungen des jeweiligen Arbeitsplatzes.

Nehmen Unternehmen einen Eingliederungszuschuss in Anspruch, sind sie verpflichtet, nach Ablauf der Förderung die Arbeitnehmerin bzw. den Arbeitnehmer weiter zu beschäftigen. Die Nachbeschäftigungszeit entspricht der Förderdauer bis längstens zwölf Monate. Bei Eingliederungszuschüssen für die Einstellung besonders betroffener schwerbehinderter Menschen entfällt die Nachbeschäftigungspflicht.

Der Eingliederungszuschuss ist vor Arbeitsaufnahme und Abschluss des Arbeitsvertrages bei der örtlichen Agentur für Arbeit bzw. dem Jobcenter zu beantragen. Der Eingliederungszuschuss ist eine Ermessensleistung der aktiven Arbeitsförderung.

Anträge zu diesen Leistungen bekommen interessierte Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber nach vorangegangener Beratung von den örtlich zuständigen Agenturen für Arbeit bzw. Jobcentern ausgehändigt. Sie stehen nicht im Internet zur Verfügung.

Förderung der beruflichen Weiterbildung Beschäftigter

Die Agenturen für Arbeit können bei Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen die Lehrgangskosten teilweise übernehmen, wenn diese von ihrem Arbeitgeber oder ihrer Arbeitsgeberin für die Dauer einer Qualifizierung unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts freigestellt werden.

  • Bei Beschäftigten, die das 45. Lebensjahr vollendet haben, können bis zu 75% der Lehrgangskosten erstattet werden. Die verbleibenden Kosten sind vom Betrieb und/ oder der Arbeitnehmerin bzw. dem Arbeitnehmer zu tragen.,
  • Bei jüngeren Beschäftigten ist eine Förderung nur möglich, wenn der Betrieb mindestens 50% der Lehrgangskosten übernimmt.

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten für die Förderung einen Bildungsgutschein. Damit können sie unter zugelassenen Weiterbildungsangeboten wählen. Auf die Ausstellung eines Bildungsgutscheins kann verzichtet werden, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer damit einverstanden sind.

Arbeitgeber können für die berufliche Weiterbildung ihrer Arbeitnehmerin bzw. ihres Arbeitnehmers einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt erhalten, wenn

  • eine ungelernte Beschäftigte oder ein ungelernter Beschäftigter im Rahmen des bestehenden Arbeitsverhältnisses unter Fortzahlung des Arbeitsentgeltes einen anerkannten Berufsabschluss oder eine berufsanschlussfähige Teilqualifikation erwirbt und
  • wegen der Teilnahme an der Maßnahme die Arbeitsleistung ganz oder teilweise nicht erbringen kann.

Der Arbeitsentgeltzuschuss kann bis zur Höhe der weiterbildungsbedingt ausgefallenen Arbeitszeit erbracht werden.

Der Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit berät hierzu ausführlich in einem Beratungsgespräch, ob und welche Möglichkeiten in Betracht kommen.

Links:

Betriebliche Eingliederungshilfen
Bundesagentur für Arbeit

Förderung der beruflichen Weiterbildung Beschäftigter
Bundesagentur für Arbeit

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