Leitfaden und Veranstaltungen: Familienbewusste Aus- und Weiterbildung

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag werben mit einer Veranstaltungsreihe sowie einem Leitfaden bei Unternehmen für familienfreundliche Aus- und Weiterbildungen zum Beispiel in Teilzeit. So können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber unter anderem Eltern nach einer Familienphase Wege ins Berufsleben eröffnen.

Foto: Deckblatt Broschüre

Mit innovativen Aus- und Weiterbildungskonzepten sollen für Berufsrückkehrerinnen, Berufsrückkehrer und Eltern ohne Berufsausbildung neue Brücken in den Arbeitsmarkt gebaut werden. Das ist das Ziel gemeinsamer Aktivitäten, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im November 2013 im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin vorgestellt haben. Unterstützt werden sie durch das Netzwerkbüro Erfolgsfaktor Familie. Im Zentrum stehen regionale Veranstaltungen und ein Leitfaden mit Best-Practise-Beispielen. Mit beiden Maßnahmen werben die Projektbeteiligten für neue Qualifizierungsmodelle, die speziell auf diese Gruppen zugeschnitten sind.

Im Rahmen der Fachkräftesicherung werden neue Modelle einer familienbewussten Personalpolitik immer wichtiger: Beispielsweise die Teilzeitausbildung, die zirka 130.000 junge Eltern ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung anspricht oder betriebsnahe Qualifizierungsmodelle für rund 160.000 bei den Agenturen für Arbeit gemeldeten Berufsrückkehrerinnen und -rückkehrer.

Wir gehen davon aus, dass die Zahl derer, die nach längerer Familienpause wieder arbeiten möchten, noch weit höher ist. Viele melden sich nicht bei der Arbeitsagentur und manchen fehlt das Selbstvertrauen, weil die Entwicklung im eigenen Beruf weitergegangen ist. Hier wollen wir im Sinne der Betroffenen und der Unternehmen, die händeringend Fachkräfte suchen, unterstützen, begründet der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Achim Dercks das Engagement des DIHK.

"Flexible Arbeitszeiten, eine Unternehmenskultur, die auch die Familien hinter den Arbeitnehmern im Blick hat und im besten Fall eigene Kinderbetreuungsangebote sind konkrete Botschaften an Beschäftigte und an potenzielle Arbeitnehmer, dass Eltern in einem Unternehmen willkommen sind. Das macht Unternehmen heute besonders attraktiv.

Wichtig für den Erst- oder Wiedereinstieg in den Beruf sind betriebliche Modelle für eine familienbewusste Aus- und Weiterbildung. Mit innovativen Konzepten können wir Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern und den Bedarf der Wirtschaft nach Fachkräften unterstützen", sagt Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium.

Gemeinsam mit dem Netzwerkbüro Erfolgsfaktor Familie will die IHK-Organisation daher bei Unternehmen für familienbewusste Aus- und Weiterbildungsmodelle werben. In Berlin beispielsweise organisieren die IHK und Handwerkskammer mit der Agentur für Arbeit zu Beginn des Jahres 2014 eine Veranstaltung mit anschließendem Speeddating für Unternehmen und potenzielle Teilzeitazubis, die nach der Familienphase ins Berufsleben einsteigen wollen. Auch in anderen IHKs gab es bereits erste Pilotveranstaltungen.

Link:

"Familienbewusste Aus- und Weiterbildung"
Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Download auf der Website www.erfolgsfaktor-familie.de

Praxisorientierter Leitfaden: „Chancen bieten – Teilzeitberufsausbildung ermöglichen“
Bundesagentur für Arbeit

Foto: BMFSFJ

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