Broschüre: „Potenziale erschließen. Fachkräfte gewinnen. Zukunft sichern.“

Wiedereinstiegsfreundliche Unternehmenskultur – ein Gewinn für die Fachkräftesicherung? Warum sind Menschen nach Familienphasen eine interessante Zielgruppe für die Personalakquise? Wie lassen sich berufliche Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger gewinnen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine Broschüre, die im Rahmen des Aktionsprogramms „Perspektive Wiedereinstieg“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit im Juni 2015 erschienen ist.

Foto: Deckblatt der Broschüre: „Potenziale erschließen. Fachkräfte gewinnen. Zukunft sichern.“

"Familienfreundliche Arbeitszeiten und gute Chancen auf einen erfolgreichen Wiedereinstieg nach einer familienbedingten Pause im Beruf sind im Wettbewerb um Fachkräfte mittlerweile Topthemen. Gerade Wiedereinsteigerinnen, ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen, sind ein Gewinn für jedes Unternehmen", schreibt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig in ihrem Vorwort zu der Broschüre „Potenziale erschließen. Fachkräfte gewinnen. Zukunft sichern“. "Die Ergebnisse des Monitorings und der begleitenden Evaluation zum Aktionsprogramm ‚Perspektive Wiedereinstieg‘ haben eindrucksvoll gezeigt, dass ein gut organisiertes Zusammenspiel aller Akteure auf dem Arbeitsmarkt benötigt wird, um Frauen aus der ‚Stillen Reserve‘ zu erreichen, ihre Potenziale zu erschließen und nutzen zu können", führt Frank J. Weise, Vorsitzender des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit, in seinem Beitrag aus. "Insgesamt wurden die besten Ergebnisse dort erzielt, wo Träger, Agenturen für Arbeit, Jobcenter, Länderinitiativen, kommunale Einrichtungen, Verbände und Arbeitgeber Hand in Hand arbeiteten."

Unter dem Motto „Anregungen von Unternehmen für Unternehmen“ erhalten Unternehmensleitungen und Personalverantwortliche eine Fülle von Informationen und Praxistipps. Sie erfahren, was alles zu einer wiedereinstiegsfreundlichen Unternehmenskultur gehört und wie entsprechende Maßnahmen konkret umgesetzt werden können. Wiedereinstiegskonzepte aus verschiedenen Branchen und für unterschiedliche Zielgruppen zeigen die Bandbreite möglicher Maßnahmen und geben Impulse für die eigene betriebliche Praxis.

Wer sich vor Ort vernetzen möchte, um aktiv zu werden, findet eine Auswahl von bundesweiten und regionalen Netzwerken. Zum Beispiel unterstützen lokale Projektträger im Rahmen des mit Mitteln des ESF (Europäischen Sozialfonds) geförderten Bundesprogramms „Perspektive Wiedereinstieg – Potenziale erschließen“ an verschiedenen Standorten Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften aus der Stillen Reserve und bieten einen umfassenden Service für Unternehmen, zum Beispiel durch Matching und Vermittlung.

Gute Beispiele aus der Praxis

Wie Unternehmen ihre wiedereinstiegsfreundliche Unternehmenskultur individuell gestalten, zeigen folgende Wiedereinstiegskonzepte:

  • Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein kooperiert mit dem Frauennetzwerk zur Arbeitssituation e.V. und bietet seinen Beschäftigten in Kiel und Lübeck unter anderem Coaching, Beratung und Workshops an, die sie bei der Rückkehr in den Beruf unterstützen. Ziel ist es, die Dauer von Familienphasen zu reduzieren und erfahrene Fachkräfte zurückzugewinnen.
  • Die Daimler AG bietet ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Ende ihrer Elternzeit ein Wiedereinstiegscoaching an und erreicht damit eine Rückkehrquote von nahezu 100 Prozent.
  • Die BBBank setzt ein Ausbildungsprogramm „Zeit für Veränderung“ mit konsequenter Ausrichtung auf lebenserfahrene Menschen in der zweiten Lebenshälfte ein, um angesichts des Fachkräftemangels im demografischen Wandel den beruflichen Wiedereinstieg zu fördern und zu unterstützen.

Dies sind nur einige der in der Publikation beschriebenen Beispiele. Weitere sind in der Broschüre sowie in der Unternehmensgalerie „Beispiele aus der Unternehmens-Praxis“ auf dem Lotsenportal des Aktionsprogramms „Perspektive Wiedereinstieg“ zu finden.

Unternehmen, die ihr Wiedereinstiegskonzept einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren möchten, sind herzlich eingeladen, Kontakt zur Servicestelle Beratung und Vernetzung des Aktionsprogramms „Perspektive Wiedereinstieg“ unter der E-Mail-Adresse perspektive-wiedereinstieg@familienservice.de aufzunehmen.

Link:

„Potenziale erschließen. Fachkräfte gewinnen. Zukunft sichern.“
Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2015)

www.perspektive-wiedereinstieg.de:

Beispiele aus der Unternehmens-Praxis

ESF-Standorte

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Foto: BMFSFJ

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