Wiedereinstiegsmanagement startet vor der Elternzeit

Den Wiedereinstieg in den Beruf nach einer Familien- bzw. Pflegephase professionell zu gestalten, lohnt sich gleichermaßen für Beschäftigte und Unternehmen. Doch kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) fehlen häufig die passenden Werkzeuge, um das Thema Berufsrückkehr strukturiert zu gestalten. Das Gleichstellungs-Tool „Qualitätsgesichertes Wiedereinstiegsmanagement“ unterstützt Personalverantwortliche, eine Strategie umzusetzen, welche die Potenziale von Frauen am Arbeitsmarkt besser erschließt.

Foto: Frau öffnet die Tür eines Bürogebäudes

Sich mit dem Thema Wiedereinstiegsmanagement zu beschäftigen, ist angesichts des demografischen Wandels und der damit verbundenen Fachkräftesicherung für viele Unternehmen ein wichtiges Thema. Die Erfahrung zeigt: Überlässt man diesen Prozess dem Zufall, gehen wertvolle, gut eingearbeitete Fachkräfte verloren. Um die Potenziale von Frauen für den Arbeitsmarkt besser zu erschließen und KMU im Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte zu stärken, wurde im Rahmen der ehemaligen Bundesinitiative „Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft“ die „Wegbeschreibung für die Rückkehr in den Beruf“ vom Projekt profit entwickelt. Die Initiative wurde gemeinsam vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sowie dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ins Leben gerufen. Gefördert wurde das Programm aus Mitteln des BMAS sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF).

Klare Vereinbarungen sorgen für Transparenz und Vertrauen

Grundlage des von profit entwickelten Tools ist die Idee, die geplante Auszeit wie ein internes Unternehmensprojekt zu betrachten. Die Handlungsanleitung liefert beiden Seiten – Beschäftigten und Arbeitgeberinnen bzw. Arbeitgebern – einen Überblick darüber, welche Schritte vor, während und nach der beruflichen Auszeit erfolgen sollten. Alle Beteiligten legen gemeinsame Ziele fest, planen Maßnahmen und definieren genaue Zeiträume. Sämtliche Schritte und Gespräche werden fortlaufend dokumentiert. Das Werkzeug folgt den Regeln des Qualitätsmanagements (QM) und lässt sich somit in ein entsprechendes QM-System im Unternehmen integrieren. Der Prozessablauf ist transparent sowie verbindlich und hat den Vorteil, von Personenkonstellationen und informellen Strukturen unabhängig zu sein.

Gesprächsleitfaden für verschiedene Phasen

Das Wiedereinstiegsmanagement setzt bereits vor der geplanten Auszeit an. Im ersten Gespräch werden Ziele und Erwartungen, rechtliche Grundlagen und die Planungen für die arbeitsfreie Zeit geklärt. Ein zweites Gespräch erfolgt während der Auszeit, um die aktuelle Situation zu analysieren und um den Wiedereinstieg strukturiert vorzubereiten. Gespräch Nummer drei dient nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz der Reflexion des Wiedereinstiegs sowie der Betrachtung geplanter Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In einem abschließenden Gespräch geht es dann darum, den gesamten Prozess zu betrachten, evtl. offene Fragen zu klären und Optimierungsvorschläge zu erarbeiten. Diese Vorgehensweise stellt sicher, dass sich das Wiedereinstiegsmanagement im Unternehmen fortlaufend weiter entwickelt. Die vergleichbar dokumentierten Abläufe und die Prozessbeschreibung machen den Wiedereinstieg zum Regelfall.

Führungsstrategie Wiedereinstiegsmanagement

Geschäftsführung und Führungskräfte, die einen diesbezüglichen Prozess im Unternehmen  einführen,  mittragen und bekannt machen, schaffen eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Gut ausgebildete Fachkräfte bleiben dem Unternehmen erhalten. Erklären Sie das Wiedereinstiegsmanagement in Ihrem Unternehmen zur Chefsache!

Der Handlungsleitfaden „Qualitätsgesichertes Wiedereinstiegsmanagement“ sowie weitere Arbeitsmaterialen, die im Rahmen des Projekts profit entstanden sind, können kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

Links:

profit – mit Gleichstellungsstrategien zum Unternehmenserfolg

profit – Handlungsleitfaden „Qualitätsgesichertes Wiedereinstiegsmanagement“

profit – weitere Arbeitsmaterialien zum Download

perspektive-wiedereinstieg.de

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Rubrik Unternehmen

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