Gutes Beispiel: Pionierin für motivierte Mütter

Ja, es geht lautet die Botschaft, die die Unternehmerin Sabine Kober auf den Arbeitsmarkt aussendet. Und vor allem an Mütter, die in das Berufsleben zurückkehren wollen. Mit ihrem Geschäftsmodell Mutter und Business: Hand in Hand schreibt sie Familienfreundlichkeit ebenso groß wie den Erfolg des Unternehmens.

Foto: Schokoladenpralinen

2006 gründete die Diplombetriebswirtin ihre Firma, die sich auf den Versand von selbst kreierten Mode-Accessoires und eigenen Schokoladenkompositionen unter dem Label „Moments by Sabine Kober“ spezialisiert hat. Alle Produkte werden mit großer Findigkeit, Akribie und Liebe zum Detail entwickelt und hergestellt. Diesen Sinn für Feinheiten, den die Kundinnen und Kunden von Sabine Kober zu schätzen wissen, wünscht sie auch für das Betriebsklima, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht. Die Firmenphilosophie fasst zusammen: Das Team arbeitet mit „Herz und Verstand“.

Herz und Verstand hat Sabine Kober auch bewiesen, als sie sich 2007 angesichts der Schwierigkeiten, die Müttern in der Arbeitswelt begegnen, dazu entschloss, ein Modell einzuführen, das etwas Neues versucht. Sie sprach gezielt Mütter von Kleinkindern als Arbeitnehmerinnen an. Mit Erfolg: von den mittlerweile 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des expandierenden Unternehmens bilden Mütter einen großen Teil. Denn Mütter bringen nicht nur das Gespür und die Begeisterungsfähigkeit für die Produkte der Firma mit. Sie verfügen über Qualitäten, die vielleicht nirgendwo so sehr geschult werden wie im Zentrum einer Familie. Sie sind flexibel, stresserprobt, können organisieren und Probleme lösen – Meisterinnen der Improvisation! Welcher Arbeitgeber würde nicht nach solchen Qualitäten Ausschau halten, fragte sich Sabine Kober. Und was kann eine Arbeitgeberin tun, um diese qualifizierten Mütter für sich zu gewinnen? Ihrerseits flexible Arbeitszeiten anbieten, um auch die Interessen der Mütter und ihrer Familien zu wahren.

Dazu müssen die Arbeitsabläufe genau geplant und organisiert werden. Ausgerüstet mit modernen Kommunikationstechnologien arbeiten Mütter mit Kleinkindern von zu Hause aus, in der Kundenbetreuung oder in der Verwaltung. Mütter mit älteren Kindern, die bereits in den Kindergarten oder in die Schule gehen, arbeiten in Teilzeit vormittags im Versand. Und so weiter. Wenn es zu kurzfristigen Ausfällen kommt, springt jemand anderes aus dem Team ein, um jederzeit die Zufriedenheit der Kunden zu sichern.  Eine motivierte und flexible Belegschaft verhält sich eben auch solidarisch.

Erst ist es am Anfang nicht leicht gewesen, das neue Modell zu koordinieren. Aber Sabine Kober hat an ihrer Vision festgehalten, und nach mehr als zwei Jahren kann sie mit Fug und Recht behaupten, dass es funktioniert. Und das nicht nur, weil auch Lernbereitschaft zum Wertekanon der Firma gehört. Sie hat sich als Pionierin für arbeitswillige Mütter eingesetzt. Wenn ihre Lernbereitschaft nun auch noch in weiteren Firmen Schule macht, dann ist ihr ein großes Anliegen erfüllt.

Link:

www.sabinekober.com
Website

Foto: pixelio.de / Thomas Siepmann

Themenlotse

Themen-Schnellzugang