Frauen-Alterssicherungskonferenz 2019

Erwerbsverläufe geprägt von Sorgezeiten, Teilzeitbeschäftigung, Minijobs oder Tätigkeiten im Niedriglohnsektor: Reicht die Rente im Alter für ein gutes Leben? Am 28. August 2019 veranstalten die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Fachbereiche Frauen-, Gleichstellungs- und Sozialpolitik in Kooperation mit dem Sozialverband Deutschland (SoVD) die 15. Frauen-Alterssicherungskonferenz in Berlin. Interessierte sind herzlich eingeladen!

Plakat Frauen-Alterssicherungskonferenz 2019

Besonders in Erwerbsbiografien von Frauen sind längere Unterbrechungen durch Familien- bzw. Pflegephasen, Beschäftigungsverhältnisse in Teilzeit oder Tätigkeiten auf Minijob-Basis keine Seltenheit. Doch wie wirkt sich ein solcher Erwerbsverlauf auf die Alterssicherung aus? Lässt sich die Existenz mit der erwirtschafteten Rente sichern oder sind für ein ausreichendes Einkommen Mindestsicherungs-, Grundsicherungsleistungen oder ein zusätzlicher Minijob notwendig? Zwar wurde der Abstand in den vergangenen Jahren bei den Altersrenten zwischen Frauen und Männern etwas geringer, doch die Renten von Frauen sind immer noch auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Grundsicherung im Alter bezogen im Dezember 2018 laut Statistischem Bundesamt 236.236 Männer und 323.183 Frauen. Mit den Maßnahmen aus dem Rentenpaket der Bundesregierung (Gesetz zur Verbesserung und Stabilisierung der gesetzlichen Rentenversicherung) sind seit dem 01. Januar 2019 mit der Mütterrente I und II, der Erwerbsminderungsrente und den Entlastungen für Geringverdiener bei den Sozialbeiträgen wichtige Schritte auf dem Weg zu einer existenzsichernden Alterssicherung gemacht worden.

Alterssicherung – das Thema weiter in Schwung halten

Auf der Fachkonferenz stehen nun weitere Themen im Fokus, die mit Expertinnen und Experten diskutiert werden sollen:

  • Wie werden kleine Renten von Versicherten, die jahrzehntelang zu niedrigen Entgelten gearbeitet und/oder Sorgearbeit geleistet haben, besser bewertet,
  • der Vorschlag einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung von Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales und
  • welche Mindestsicherungselemente – insbesondere für Frauen – in der Rente sind sinnvoll?

Des Weiteren erwarten Sie u. a. folgende Vorträge:

  • Alterssicherung von Frauen – Vorhaben der Bundesregierung zu Grundrente & Co., Dr. Rolf Schmachtenberg, Bundesministerium für Arbeit und Soziales,
  • Alterssicherung von Frauen – Positionen des SoVD, Adolf Bauer, Präsident SoVD,
  • Frauen auf dem Arbeitsmarkt, Dagmar König, ver.di-Bundesvorstand
  • Stand & Perspektiven der Alterssicherung von Frauen, Brigitte L. Loose, DRV Bund,
  • Wer länger lebt, kann länger arbeiten?!, Dr. Judith Kerschbaumer, ver.di.

Alle weiteren Programmpunkte sowie das Anmeldeformular entnehmen Sie bitte dem Einladungsflyer zur Veranstaltung.

Die Veranstaltung findet am 28. August 2019 in der ver.di-Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin, statt.

Links:

Einladungsflyer zur 15. Alterssicherungskonferenz

ver.di – Alterssicherung

ver.di - Frauen- und Gleichstellungspolitik

SoVD

SoVD – Altersarmut mein Thema - Broschüre

Fakten zur Rente - Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Dezember 2018: 1,9 % mehr Personen erhielten Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung - Pressemitteilung destatis

2018 Frauen Rente Animation 

Wiedereinstiegsrechner des BMFSFJ

perspektive-wiedereinstieg.de

3. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland zeigt den aktuellen Stand

Es bleibt noch viel zu tun - Gutachten für den Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung

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Foto: © ver.di

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