Fachleute raten: Berufsunfähigkeit absichern

Für den Fall, dass der Hauptverdiener oder die Hauptverdienerin in der Familie Beruf oder Tätigkeit nicht mehr ausüben kann, haben viele vorgesorgt. Doch für den Zweitverdiener oder die Zweitverdienerin bzw. für Hausfrauen und -männer ist es um diesen Versicherungsschutz deutlich schlechter bestellt. Fachleute raten daher zum Abschluss entsprechender Versicherungen. Ein Ersatz für die ausgefallene Arbeitskraft muss nämlich in der Regel finanziert und ggf. der Wegfall eines Erwerbseinkommen verkraftet werden.

Foto: Teil eines Formulars für "Verordnung von Krankenhausbehandlung"

Frauen sollten ihren Versicherungsschutz nicht vernachlässigen, mahnt der Bund der Versicherten e.V. (BdV) in einer Meldung anlässlich des Internationalen Frauentags im März 2012. Das gilt auch für Frauen, die als Zuverdienerinnen ein geringeres Einkommen erwirtschaften als ihr Partner und für Hausfrauen. Können die Frauen aus gesundheitlichen Gründen ihrer Erwerbstätigkeit oder ihrer Arbeit in Haushalt und Kindererziehung nicht mehr nachkommen, kann das empfindliche Lücken in das Familienbudget reißen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung trägt dazu bei, die Folgen im Ernstfall zu mildern.

Durch Familie abgesichert?

Ihre eigene Berufsunfähigkeit abgesichert haben laut eine Umfrage im Auftrag der Continentale-Versicherung 33 Prozent der Frauen im Vergleich zu 41 Prozent der Männer. 52 Prozent der Frauen, die das Risiko nicht versichert hatten, gaben an, dass sie für den Fall, dass sie ihren Beruf bzw. ihre Tätigkeit nicht mehr ausüben könnten, durch Partner und Familie abgesichert seien.

Berufsunfähigkeitsversicherung auch für Hausfrauen und -männer

Thorsten Rudnik, Vorstandsmitglied beim Bund der Versicherten (BfV), rät auch Hausfrauen und -männern zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung: Viele wissen gar nicht, dass für diese Zielgruppe nicht nur eine Risikolebensversicherung, sondern auch eine normale Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden kann. Die monatliche Rente sei allerdings meist auf 1.000 Euro begrenzt. Wer später wieder in den Beruf einsteigt, kann den Versicherungsschutz der Berufsunfähigkeitsversicherung dann nach oben anpassen lassen, ohne dass eine neue Gesundheitsprüfung fällig wird.

Auf der Website des Bunds der Versicherten (BdV) gibt es umfangreiche Informationen zu Versicherungen und dazu, was beim Abschluss zu beachten ist.

Links:

Bund der Versicherten
Website

Foto: Verena N. / pixelio.de

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