Starthilfe für finanzielle Unabhängigkeit: Das DGB-Projekt “Was verdient die Frau? Wirtschaftliche Unabhängigkeit!“

Finanziell auf eigenen Beinen stehen, die Karriere selbst bestimmen und auf Augenhöhe mit dem Partner agieren: Wirtschaftlich unabhäng zu sein, ist für die meisten jungen Frauen heute ein selbstverständliches Ziel. Wieso es in der Realität immer noch schwer zu erreichen ist und was Frauen dafür tun können, damit sich das ändert, zeigt das DGB-Projekt www.was-verdient-die-frau.de, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird.

Foto: Logo zum DGB-Projekt “Was verdient die Frau? Wirtschaftliche Unabhängigkeit!“

Das vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) initiierte Projekt liefert eine Vielzahl an Informationen, Ideen und Anlaufstellen zu den Themenbereichen wirtschaftliche Unabhängigkeit, Entgeltgleichheit sowie Arbeit und Erwerbsleben. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Übergang von der Ausbildung in den Beruf sowie den Aus- und Wiedereinstieg rund um die Familienphase. Beides sind zentrale Meilensteine für eine gelingende, selbstbestimmte Erwerbsbiografie. Denn nach wie vor stoßen Frauen im Erwerbsleben immer wieder auf Hindernisse, die zu niedrigeren Einkommen führen als bei ihren männlichen Mitbewerbern und somit eine wirtschaftliche Eigenständigkeit erschweren. Ziel des Projektes ist es, Frauen für das Thema wirtschaftliche Unabhängigkeit zu sensibilisieren und auf mögliche Stolpersteine, aber auch Rechte in der eigenen Erwerbsbiografie aufmerksam zu machen.

Der aktuelle Kontostand: Frauen verdienen noch immer viel zu wenig

Laut „was-verdient-die-frau.de“ kann aktuell nur jede vierte Frau einen ausreichenden Unterhalt für sich und ihre Kinder erwirtschaften. Bei den Männern ist das dagegen jedem zweiten Beschäftigten möglich. Ein Drittel aller erwerbstätigen Frauen in Deutschland können von ihrem Einkommen nicht ihren unmittelbaren Bedarf decken – es ist also nicht genug Geld für Miete, Lebensmittel oder Versicherungen vorhanden. Angesichts sich wandelnder Rollenbilder und Familienkonstellationen sowie der Entwicklung am Arbeitsmarkt seien diese Zahlen erschreckend. Wichtig sei es, dass Frauen eine eigenständige Existenzsicherung möglich gemacht wird, unabhängig von unterschiedlichen Lebens- und Familienmodellen.

Das Bewusstsein schärfen und konkrete Hilfe bieten

Die Webseite www.was-verdient-die-frau.de möchte einerseits das Bewusstsein der Frauen für die derzeitige Schieflage schärfen. Das Projekt liefert eine Vielzahl an Hintergrundinformationen zum Gender Pay Gap oder zur vertikalen Segregation, durch die sich noch immer nur sehr wenige Frauen in Führungspositionen finden. Gleichzeitig bekommen Frauen auf der Beratungsplattform „Dein Sprungbrett“ auch eine Vielzahl an praktischen Tipps und Informationen rund ums Arbeiten und Finanzen. Dazu zählen Webinare zu Themen wie Steuern oder Elterngeld, ebenso wie Aufklärungen über die Risiken von Minijobs, Informationen rund um Teilzeitjobs oder zur fairen Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit. Ergänzt werden die Informationen durch umfangreiche FAQ-Bereiche zu den verschiedenen Themenfeldern sowie Links zu weiterführenden Quellen und zu Beratungsstellen.

Link:

DGB-Website "Was verdient die Frau"

Dein Sprungbrett – Webinare und Beratung für junge Frauen

perspektive-wiedereinstieg.de

Über Geld spricht man doch: Die Möglichkeiten des Entgelttransparenzgesetzes aktiv nutzen

Studie: Transparenz für mehr Entgeltgleichheit

Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland: 3. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland zeigt den aktuellen Stand

Ihnen hat dieser Beitrag gefallen? – Abonnieren Sie den RSS-Feed und erhalten Sie eine Nachricht, wenn ein neuer Artikel auf perspektive-wiedereinstieg.de erscheint.

Logo: © DGB

Services

Themenlotse

Themen-Schnellzugang