Kerstin Schlüter (48)

Eine Welt für Künstlerinnen bzw. Künstler und Kreative: MAL.ZONE

Foto: Kerstin Schlüter

In den vergangenen Jahren intensivierte Kerstin Schlüter, gelernte Industriekauffrau und Diplom-Wirtschaftsingenieurin, Mutter von zwei Kindern, gezielt und kontinuierlich ihre praktischen Erfahrungen im Bereich der bildenden Kunst. 2016 schloss sie ein Studium an einer privaten Kunstakademie erfolgreich ab. Ich habe zwar viel Energie und Arbeit in diese Ausbildung investiert, mir aber sinnvollerweise gleichzeitig immer die Frage gestellt, wie ich mit einer künstlerischen Tätigkeit ein angemessenes Einkommen erzielen kann, berichtet sie. Eine Karriere als Künstlerin zu starten, ist zu allen Zeiten der Geschichte schwierig gewesen. Mein realistischer Malstil wird noch dazu weltweit nur von wenigen Galeristen und Galeristinnen angefragt. Da ich nicht in einem großstädtischen Ballungsraum lebe, war also mein Ziel von Anfang an, dass ich den Weg zum Kunden bzw. zur Kundin finde. In Zeiten wachsender Internet-Bandbreiten kein Problem, so Kerstin Schlüter.

Funken

Auf der Suche nach Möglichkeiten aus der berühmten „brotlosen Kunst“ eine sogar schmackhafte zu machen, entwickelte sie so vor rund zwei Jahren die Idee, potentiell künstlerischen Menschen bei der Verwirklichung ihres Traumes zu helfen: Online-Malkurse. Der gedankliche Funke, der in dem Moment zündete, ließ mich nicht mehr los. Seither läuft mein innerer Motor, seither denke ich unentwegt darüber nach, wie ich auf der einen Seite Kreativität fördern und auf der anderen Seite ein unternehmerisch befriedigendes Geschäftsmodell auf die Beine stellen kann. Eine Gratwanderung, bei der die Kunst, um die es mir ja im Kern immer geht, nicht unter die Räder kommen soll.  Ich habe also in den ersten Monaten mit großer Leidenschaft Konzepte entwickelt und wieder verworfen, sagt sie. 

Umwege

Ich brauchte erst noch einen Umweg, erinnert sich Kerstin Schlüter. Ich suchte mir einen Interims-Job. Aber ich merkte schnell, dass dieser Weg nicht stimmte und kündigte nach kurzer Zeit. Letztendlich stieß ich zufällig auf einen Link zum Lotsenportal www.perspektive-wiedereinstieg.de und sah den Aufruf zur Summer School. Mein Umweg war beendet und ich bewarb mich, erzählt Kerstin Schlüter. 

Die Arbeit mit den Expertinnen und Experten in der Summer School brachte mich meinem Traumberuf ein großes Stück näher, sagt sie. Ein großer Meilenstein – ich habe, neben einem tragfähigen Konzept, viel Vertrauen in mein Vorhaben gewonnen und investiere seitdem meine ganze Energie in mein Produkt. 

Lernen

Mitte März 2017 steht ihre virtuelle Malschule. Ein flächendeckender Test MAL.ZONE in Deutschland steht an. Das Feedback wird sie nutzen, um ihren Unterricht weiter zu perfektionieren. Außerdem ist eine Kunst-Community angedacht, die es in dieser Form, wie ich sie plane, in Deutschland noch nicht gegeben hat. In der Summer School habe ich gelernt, wie wichtig der Austausch mit anderen ist, wie viel man voneinander lernen kann. Das möchte ich auch meinen Kundinnen und Kunden bieten, erklärt Kerstin Schlüter. 

Familie

Durch den Gründungsprozess musste, wie so häufig bei Neugründungen oder dem Wiedereinstieg in den Beruf, innerfamiliär eine neue Aufgabenverteilung gefunden werden. Mein Ehemann und meine beiden Kinder haben sich schnell daran gewöhnt, dass sie aktiv werden müssen, ehe es etwas zu essen gibt. Auch mit den zahlreichen anderen Aufgaben rund um das Haus klappt es im Großen und Ganzen. Es ist halt ein Emanzipationsprozess für uns vier. Seit ich genau weiß, was ich will, fällt es mir leichter, meine Bedarfe klar zu äußern. Ein Dank an meine Familie, dass sie mich so toll unterstützt.

Link:

MAL.ZONE
Website

perspektive-wiedereinstieg.de:

Beiträge Summer School:

Erfahrungen und Hintergrundinformationen

Gründungsgeschichten

 

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Foto: Bianca Westphal

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