Summer School 2015 – Sprung­brett in die Selbstständigkeit, Teilnehmerinnen berichten –­Teil 1

Das Format ist für Frauen, die sich nach einer Familienphase selbstständig machen wollen, ideal. Das empfehlen wir gerne weiter, so lautet das Fazit der Teilnehmerinnen der Summer School 2015. Mit beeindruckender Stärke und spürbarem Schwung verfolgen sie nachdrücklich ihre im Sommer gesteckten Ziele. Was hat sie an dem Seminar-Programm am meisten überzeugt? Wie können die Gründerinnen ihr neu erworbenes Wissen für ihre Selbstständigkeit nutzen? www.perspektive-wiedereinstieg.de sprach ein halbes Jahr später mit einigen der beruflichen Wiedereinsteigerinnen, die andere gerne an ihren Erfahrungen rund um die Selbstständigkeit nach einer Familienphase teilhaben lassen möchten.

Foto: Teilnehmerinnen der Summer School 2015 - Manuela Achhammer, Geraldine Binting, Bianca Herold (v.l.)

Zitat von Manuela Achhammer

Manuela Achhammer ist 52 Jahre alt und zweifache Mutter. Nach dem Besuch der Summer School habe ich mich zum 1. Januar 2016 als Marketing-Expertin für Garten- und Landschaftsbaubetriebe selbstständig gemacht. Der Wunsch, ein Unternehmen zu gründen, war schon immer da. Den Auf- und Ausbau des Betriebes meines Mannes habe ich eher als starke Frau im Hintergrund erlebt. Jetzt bin ich als Unternehmerin gleichberechtigt, freut sich die gelernte Bankkauffrau und Kommunikationswirtin BAW. "Mit Anfang 50 will ich mich nicht mehr verstecken. Ich will mich mit meinen Fähigkeiten und Kompetenzen den Herausforderungen stellen. Ich habe während der Zeit in der Summer School erfahren: Jede von uns Teilnehmerinnen hat ihre Einzigartigkeit und geht mit diesen Potenzialen in die Welt. Das hat mich bestärkt."

Die Summer School hat sie als eine fachliche und emotionale Bereicherung erlebt: Es ist eine Gemeinschaft entstanden, die über die Zeit im Sommer hinauswirkt. Ich fühle mich nachhaltig mit den Frauen verbunden und getragen. Auch die Expertinnen und Experten könnte ich jederzeit ansprechen, wenn ich Fragen habe. Ein großes Lob und ein großer Dank an die beiden ‚Macherinnen‘ der Summer School, auch zur Auswahl der Dozentinnen und Dozenten.

Zitat Andrea Basse Schröter

"Ich profitiere heute noch von der Summer School", sagt Andrea Basse-Schröter, 37 Jahre, Mutter eines dreijährigen Sohnes. "In den zwei Wochen haben wir uns einen sehr guten Überblick zu den Themen verschaffen können, die für die Selbstständigkeit wichtig sind. Wir haben den Anstoß bekommen, dabei in alle Richtungen zu denken. Dass meine Geschäftsidee so gut aufgenommen wurde, hat meine Zweifel verfliegen lassen, meine Selbstständigkeit anzugehen. Der Mut, meine Idee in die Tat umzusetzen, war mein persönlicher Knackpunkt. Mein Thema heißt nun MACHEN: nur dadurch kommt man vorwärts. Klingt einfach, ist es aber nicht. Schritt für Schritt, aber mach es. Mutig sein und es tun. Diese für mich wichtigen Erkenntnisse nehme ich neben vielem anderen aus der Summer School mit", lautet ihr persönliches Fazit.

Vor der Familienphase arbeitete Andrea Basse-Schröter als Architektin im Szenenbild für TV- und Film-Produktionen. Das ist mit intensiver Reisetätigkeit verbunden und mit Baby nicht einfach zu realisieren. Sie baut jetzt das auf, was sie schon lange vorhatte: 2D-Animationsfilme für verschiedene Einsatzbereiche (z. B. Imagefilme, Erklärvideos, Tutorials, Buchtrailer) mit unterschiedlichen Techniken zu gestalten und dabei selbstbestimmt und ortsunabhängig zu arbeiten. Aktuell realisiere ich meine ersten Projekte mit echten Wunschkunden, berichtet sie.

Zitat Geraldine Binting

Vierzehn Tage komplett aus dem Alltag auszubrechen und unter fachkundiger Begleitung sowie mit persönlicher Unterstützung intensiv an meinem Projekt zu arbeiten, das hat meine Kreativität richtig in Fahrt gebracht. Ich habe das Leuchten angefangen, ich blühe auf, schwärmt Geraldine Binting von ihrer Zeit in der Summer School. Die 28-jährige gelernte Hotelfachfrau ist Mutter von drei Kindern, das vierte ist unterwegs. Ich hätte wieder in meinen alten Beruf zurückkehren können. Doch mit drei Kindern ist die Arbeit im Hotel mit Schichtdienst sehr stressig zu organisieren. Mir wurde zwar alternativ eine Home-Office-Tätigkeit angeboten. Aber ich habe gespürt, dass mich das nicht erfüllt. Stattdessen habe ich jetzt den Mut gefasst, meine eigene Geschäftsidee umzusetzen. Ihr Gründungsvorhaben: Sie entwickelt Lösungen für täglich wiederkehrende organisatorische Herausforderungen im Alltag und Haushalt für Familien. Dabei setzt sie auf eine weitgehende Digitalisierung. Außerdem schreibt sie seit einiger Zeit einen vielbeachteten Blog www.6hausgeister.com.

Vor der Teilnahme an der Summer School habe ich Zweifel an meiner Idee gehabt“, bekennt Geraldine Binting. „Aber den Tiefpunkt habe ich in den zwei Wochen überwunden und bin mit einem genialen Konzept nach Hause gefahren.“ Dass sie in der Zeit auch wieder zu ihren „Wurzeln“ zurückgefunden hat, ist eine große Unterstützung bei der Existenzgründung: „Meine Stärke liegt in der Organisation. Das Bewusstsein dafür ist in der Familienphase ab und an ins Schwimmen gekommen. Dass sich das in den zwei Wochen Summer School wieder gefestigt hat, ist gut für meine Geschäftsidee: Ich plane jeden Tag, hab meine festen To-Dos, trage sie wie Termine in den Kalender ein. Ich hole mir damit die Organisation wieder in meinen Alltag zurück und lebe das vor, womit ich bald mein Geld verdienen werde.

Zitat Bianca Herold

 

Eine fehlerhafte Aussprache kann leicht zu Missverständnissen führen, weiß Bianca Herold, 32 Jahre. Die ausgebildete Sprachtherapeutin ist Mutter eines Sohnes. Sie bewarb sich bei der Summer School mit der Idee, Menschen mit Deutsch als Fremdsprache, die in ihrem Berufsleben auf eine gute Aussprache angewiesen sind, ein individuell zugeschnittenes Training anzubieten. Von den Expertinnen und Experten, die uns im Rahmen der Summer Schooll begleiteten, eine ehrliche Einschätzung zu bekommen, das war Gold wert und hat mir einen riesigen Motivationsschub gegeben. Ich konnte erkennen, was schon gut war und was ich noch besser machen konnte. Das war teilweise auch sehr anstrengend, denn wir wurden gefordert, aber: es hat mich nach vorne gebracht.

Die Atmosphäre der Summer School habe sie beflügelt: Mir ist deutlich geworden: Man braucht eine Gruppe – ein Netzwerk für die fachliche Unterstützung und eine Gruppe von Menschen mit einem 'offenen Ohr‘ gegenüber Sorgen und Zweifeln im Existenzgründungsprozess. Seit dem 1. Dezember 2015 ist sie als Aussprachetrainerin im Nebenerwerb selbstständig. Meine Kundinnen und Kunden sind Menschen mit Sprechberufen zum Beispiel Lehrkräfte, Ärztinnen und Ärzte oder Führungskräfte. Ich unterstütze sie dabei, die Verständlichkeit der gesprochenen Sprache zu verbessern, erläutert Bianca Herold.

Sie möchten mehr über das Seminarkonzept erfahren?

Den Beitrag „Summer School 2015 – ein Format mit nachhaltigem Erfolg“ finden Sie hier. Freuen Sie sich auf Teil II der Erfahrungsberichte, die in Kürze erscheinen werden.

Das Seminarangebot der bpw-akademie in Kooperation mit der Hochschule Neu-Ulm wurde im Rahmen des Aktionsprogramms „Perspektive Wiedereinstieg“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Links:

bpw-akademie - Summer School 2015
Website 

Unternehmerinnen Portraits - Teilnehmerinnen der Summer School 2015
Portraits auf der Website der bpw akademie

Manuela Achhammer, Marketing-Expertin für Garten- und Landschaftsbau-Betriebe
Website

Andrea Basse-Schröter, 2D Animationsfilme (animierte Collagen) - individuell gestaltete Videos („Erklärfilme“)
Website

perspektive-wiedereinstieg.de:

Summer School 2015 – ein Format mit nachhaltigem Erfolg

Video: Summer School 2015

Summer School 2015 gestartet: Existenzgründung nach Familienphase

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