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An einem auf den ersten Blick ungewöhnlichen, auf den zweiten Blick aber sehr einleuchtenden Ort haben die SPAZ gGmbH und das CJD Mainz – beide Projektträger des Programms „Perspektive Wiedereinstieg“ – einen Info-Stand bezogen, um Frauen, aber auch Männer anzusprechen. Bei diesem Ort handelte es sich um das Mainzer Fußballstadion.
Anlässlich eines Bundesligaspiels zwischen dem VFL Bochum und dem Gastgeber 1. FSV Mainz 05 positionierten sich Sabine Becker, Projektkoordinatorin „Perspektive-Wiedereinstieg“ der SPAZ gGmbHund Uta Galle-Hahn, Projektkoordinatorin „Perspektive-Wiedereinstieg“ vom CJD Landkreis Mainz-Bingen, unter dem roten Schirm der Agentur für Arbeit Mainz zwischen Würstchenbuden, Bierausschank und bunter Fanfolklore, um auf ihr Beratungs- und Coaching-Angebot für Berufsrückkehrerinnen aufmerksam zu machen.
Entsprechend der Ortswahl titelte auch die Aktion: „Beruflicher Aufstieg in die erste Liga“. Mit Infomaterialien, Handzetteln und knallorangenen Perspektive-Wiedereinstieg-Taschen ausgestattet stellte sich die Mannschaft der Frauen, ergänzt um die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Mainz, auf – und den Interessentinnen und Interessenten in Sachen Wiedereinstieg mit Rat und Tat zur Verfügung.
Dass sie dafür das Mainzer Stadion wählten, ist kein Zufall. Schließlich umfasst das Unterstützungsangebot der Projektträger neben Maßnahmen wie Bewerbungs- und EDV-Trainings oder Betriebspraktika auch Partner- und Familienworkshops, die gezielt die Lebensgefährten in den Wiedereinstiegsprozess mit einbeziehen. Und wo könnte man Frauen und Männer gleichermaßen besser ansprechen als im Fußballstadion?
Denn für Frauen in Partnerschaften spielt bei der Planung und Gestaltung einer erfolgreichen Berufsrückkehr auch der Lebensgefährte eine wichtige Rolle. Das reicht von der mentalen Unterstützung bis zur tatkräftigen Hilfe im Haushalt. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist schließlich Angelegenheit aller Familienmitglieder, nicht nur die der Frau allein.
Gerade auch die Ansprache von Frauen und Partnern beim Fußball zeigt, wie wichtig eine ganzheitliche Perspektive für ein gleichberechtigtes und modernes Familien- und Berufsleben ist. Was spricht dagegen, auch Männer direkt mit dem Thema zu konfrontieren, sie auf ihre Mitverantwortung aufmerksam zu machen – und sie dafür zu begeistern, gemeinschaftlich mit ihrer Partnerin an einem Strang zu ziehen?
Das Spiel ging unentschieden aus, doch jenseits des Spielfelds war der Stadionbesuch für Frauen und Männer, die den Infostand von Sabine Becker und Uta Galle-Hahn besuchten, ein voller Gewinn. Und auch die Projektkoordinatorinnen zeigten sich zufrieden. „Die Veranstaltung war insgesamt ein Erfolg“, resümiert Sabine Becker: „Neben zahlreichen Kontakten zu Teilnehmerinnen und Teilnehmern unseres Programms konnten auch Betriebskontakte gewonnen werden.“ Das heißt, neben Frauen und Männern konnten auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber für das Thema Wiedereinstieg in den Beruf sensibilisiert werden. Der Ball ist ins Rollen gekommen …
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