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Netzwerk
Im nordrhein-westfälischen Kreis Mettmann werden Wiedereinsteigerinnen optimal unterstützt: Es gibt ein aktives Netzwerk sowie ein regionales Informationsportal, damit Frauen in ihrer Nähe Rat und Hilfe finden.
Im Kreis Mettmann hat sich die Politik schon vor einigen Jahren Gedanken um die Wiedereinsteigerinnen gemacht und beschlossen, für Unterstützung und Kontakte zu sorgen. Als der einst durch das Land NRW geförderten „Regionalstelle Frau und Beruf“ die Mittel entzogen wurden, beschloss die Lokalpolitik im Kreis Mettmann, die erfolgreiche Arbeit der „Fachstelle Frau + Beruf im Kreis Mettmann“ weiterzuführen. Die Fachstelle bündelt Informationen und fungiert als Lotse, wenn Frauen mit ihren Fragen, Sorgen und Wünschen Unterstützung brauchen.
„Wir bieten für Wiedereinsteigerinnen Beratung an, es gibt aber auch im vierteljährlichen Rhythmus Seminare und wir erstellen einen regelmäßigen Newsletter“, erklärt Arlin Cakal-Rasch von der Kreisverwaltung Mettmann, zuständig für die „Fachstelle Frau + Beruf“. „Doch unsere zentrale Aufgabe sehen wir darin, regionale Akteure im Kreis zu vernetzen und gemeinsam bedarfsorientierte Angebote für Berufsrückkehrende zu entwickeln und umzusetzen. Die Fachstelle Frau + Beruf schafft so kreisweit ein Angebotsnetz.“ Einen ersten Überblick verschaffen das Onlineportal www.wiedereinstieg-me.de sowie eine Broschüre „Beruflicher Wiedereinstieg im Kreis Mettmann“, die im Rahmen der Landesinitiative Netzwerk W, gefördert durch das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW, erstellt wurden.
Um möglichst breitflächig im Kreis Mettmann tätig zu werden, arbeitet die „Fachstelle Frau + Beruf“ mit einem großen Netzwerk zusammen. Die Agenturen für Arbeit vor Ort sind mit im Boot, die „ARGE ME – aktiv“, die Gleichstellungsstellen im Kreis, aber auch die Volkshochschulen, die maßgeschneiderte Kurse für Berufsrückkehrerinnen anbieten, die wiederum mit dem „Bildungsscheck “, einer Weiterbildungsförderung speziell in NRW, finanziert werden können. Die Wiedereinsteigerinnen im Kreis Mettmann kämpfen mit den üblichen Problemen, die auftauchen, wenn Frauen nach einer längeren Familienzeit wieder in den Beruf zurückkehren wollen: „Geringes Selbstbewusstsein“, zählt Arlin Cakal-Rasch auf, „die bescheidene Wertschätzung der eigenen Kompetenzen, die Tendenz, auch bei gutem Bildungshintergrund Jobs anzunehmen, die weit unter ihrem Bildungsniveau liegen.“ Entsprechend sind die Maßnahmen ausgerichtet, mit denen Wiedereinsteigerinnen dabei unterstützt werden, ihre Stärken zu definieren, ihre eigenen Wege zu gehen und mit denen sie begleitet werden, wenn es Probleme oder Rückschläge gibt.
Anfang Mai veröffentlichte die „Fachstelle Frau + Beruf“ eine Broschüre zur Rolle der Familien im Prozess des Wiedereinstiegs. „Es ist bekannt, dass berufsrückkehrwillige Frauen ihre Familien kaum mit einbinden“, erläutert Arlin Cakal-Rasch. „Dabei ist die Familie eine wichtige Ressource und kein Hindernis.“ Der Wiedereinstieg ist ein Prozess, bei dem es ratsam ist, Partner und Kinder von Beginn an mit einzubeziehen. Schließlich ändern sich die Zeitbudgets und die Aufgaben müssen eventuell neu verteilt werden. Diese Veränderungen im familiären Alltag können anfangs für Unruhe sorgen. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass am Ende des Wiedereinstiegsprozesses alle Familienmitglieder zufrieden sind mit der neuen Situation. „Frauen werden selbstbewusster. Das finden auch die Kinder gut. Sie sind stolz, wenn auch die Mutter wieder arbeiten geht“, beschreibt Arlin Cakal-Rasch. Nicht nur Frauen und Männer, die in den Beruf zurückkehren wollen, finden in der Publikation Anregungen, wie sie ihre Familien motivieren können. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Beratungsstellen dürfen sich über entsprechende Checklisten freuen.
Zu den Kooperationspartnern im Kreis Mettmann gehören neben den Volkshochschulen auch weitere regionale Weiterbildungsträger, die Kammern und die Wirtschaftsförderung des Kreises. Um in Zukunft noch stärker Unternehmen für die Zielgruppe der Wiedereinsteigerinnen zu gewinnen, werden die Aufgabenstellungen der „Fachstelle Frau + Beruf“ im Laufe dieses Jahres unter das Dach der Wirtschaftsförderung im Kreis Mettmann wechseln. „Mehr und mehr Unternehmen erkennen, dass familienfreundliche Maßnahmen sich auch betriebswirtschaftlich auszahlen“, sagt Arlin Cakal-Rasch. „Zum Beispiel wenn man dafür sorgt, dass gut ausgebildete Mitarbeiterinnen, die in Elternzeit gehen, einen klaren Wiedereinstiegs-Fahrplan haben. Damit sie erst gar nicht den Kontakt zur Firma verlieren.“ Dass Unternehmen inzwischen stärker sensibilisiert sind für die Balance zwischen Familie und Beruf, zeigt auch der „Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2010“, den das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellte.
Weitere Informationen:
Wiedereinstieg im Kreis Mettmann:
http://www.wiedereinstieg-me.de/
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Das hessische „NeW Netzwerk Wiedereinstieg " macht Frauen fit für einen neuen beruflichen Anfang. Das Hessische Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit stellt für zwei Jahre 570 000 Euro aus einem Programm des Europäischen Sozialfonds (ESF) bereit. Ziel des ESF ist es, Impulse für eine moderne Arbeitsmarktpolitik zu setzen.
Wie so oft im Leben gehört es auch beim „Netzwerken“ dazu, sich ein klares Ziel zu setzen. Schrittweise geht es dann zum Erfolg – und zwar auch durch informelle Netzwerke.
Folgende Adressen von Verbänden, Vereinen und Netzwerken verstehen sich als Auswahl und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit:
Qualifikation ist wichtig – und Netzwerke sind es auch. Wer sich Netzwerken anschließt, kann sich mit anderen Frauen austauschen, erhält Tipps und erfährt sogar manchmal etwas von freien Stellen. Bundesweit gibt es zahlreiche Netzwerke mit unterschiedlichen Zielsetzungen.
Frauen vernetzen sich ständig – und wissen oft gar nicht, dass sie das tun. Was neudeutsch mit „networking“ so kompliziert klingt und scheinbar nur Mitgliedern in bestimmten, sehr ausgewählten Kreisen vorbehalten ist, ist in Wirklichkeit nichts anderes als die Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen und aufrecht zu erhalten. Gerade für Frauen, die wieder in den Beruf einsteigen wollen, ist das „Netzwerken“ enorm wichtig. Denn oft ergeben sich Angebote aus Zusammenhängen, von denen Jobsuchende zunächst nichts ahnen.
Falls Sie sich unsicher fühlen beim Thema „Netzwerken“, können Sie sich mit folgenden Büchern weiter informieren. Ulrike Bergmann hat sie speziell für Wiedereinsteigerinnen ausgewählt.
Ulrike Bergmann arbeitet als Coach und Beraterin, sie nennt ihren Arbeitsplatz „Büro für ungewöhnliche Zielerreichung“. Ihr Anliegen ist es, Menschen zu ermutigen, ihre Wünsche und Träume ernst zu nehmen. Sie zeigt ihnen, wie sie daraus kraftvolle Ziele ableiten und diese auf ihre eigene Art und Weise auch erreichen können. Zu ihren Schwerpunkten gehören Zielfindung und Netzwerkarbeit. Im Interview mit perspektive-wiedereinstieg.de spricht sie über Netzwerke.
© 2009 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend