Hier können Sie die Artikel, die Sie gespeichert haben, sehen und verwalten.
Zur Infomappe
Broschüre „Frauen und Männer am Arbeitsmarkt im Jahr 2010“
Eine neue Broschüre der Bundesagentur für Arbeit (BA) beleuchtet die Arbeitsmarktsituation von Frauen und Männern im Jahr 2010. Große Unterschiede gibt es vor allem bei Gehalt und Teilzeitbeschäftigung. Die Bundesagentur für Arbeit zieht außerdem einen Vergleich zu anderen europäischen Ländern.
Die unterschiedliche Situation von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt sei gerade in der letzten Wirtschaftskrise und im anschließenden konjunkturellen Aufschwung deutlich geworden, so die Bundesagentur für Arbeit. So seien Frauen von konjunkturellen Schwankungen weniger betroffen als Männer, da sie eher in Branchen tätig seien, die weniger von der Konjunktur beeinflusst sind.
Die Erwerbstätigenquote für Frauen liegt in Deutschland zwar unter derjenigen der Männer. Allerdings hat sich der Abstand in den letzten Jahren von 14,8 Prozentpunkten im Jahr 2000 auf 9,9 Prozentpunkte im Jahr 2010 verringert.
Insgesamt waren 2010 laut BA-Statistik 63 Prozent der geringfügig Beschäftigten, 46 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, ein knappes Drittel der Selbständigen und zwei von fünf Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richtern und Soldatinnen und Soldaten weiblich.
2010 arbeiteten 35 Prozent der Frauen, aber nur sechs Prozent der Männer in Teilzeit. Erhebliche Unterschiede bestehen auch nach wie vor bei den Arbeitsentgelten von Frauen und Männern: Vollzeitbeschäftigte Männer verdienen im Schnitt 2.904 Euro, vollzeitbeschäftigte Frauen 2.280 Euro. Dieser Abstand erkläre sich auch durch die unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkte von Männern und Frauen in Kombination mit abweichenden Qualifikationsstrukturen. Zudem liegen die Arbeitsentgelte von Frauen überdurchschnittlich häufig unter der Niedriglohnschwelle von zwei Dritteln des jeweiligen Medianentgelts.
Erklären lasse sich die unterschiedliche Arbeitsmarktsituation von Frauen und Männern u.a. mit Unterschieden in der strukturellen Nachfrage nach Arbeitskräften, etwa dem Aufschwung in von Männern dominierten Branchen wie der Industrie.
Zudem seien Frauen häufiger arbeitslos, ohne Leistungen zu beziehen. Zu dieser Gruppe gehören auch arbeitslose Berufsrückkehrerinnen und -rückkehrer – das sind zu 98 Prozent Frauen – und Alleinerziehende – sie sind zu 92 Prozent weiblich. Die Arbeitslosigkeit von Frauen sei nicht unwesentlich von familiären Rahmenbedingungen beeinflusst, während bei den arbeitslosen Männern Berufsrückkehrer und Alleinerziehende deutlich weniger ins Gewicht fallen würden.
Im Vergleich zu anderen EU-Ländern bewegt sich die Erwerbstätigenquote von Frauen im oberen Mittelfeld, allerdings v.a. aufgrund der vielen Teilzeitbeschäftigungen. Höher sind die Quoten u.a. in den skandinavischen Ländern, den Niederlanden und Österreich, niedriger v.a. in den südlichen und östlichen Ländern.
Weitere Informationen:
Hier können Sie die Broschüre „Frauen und Männer am Arbeitsmarkt im Jahr 2010“ als PDF herunterladen.
Hat Ihnen dieser Artikel geholfen? Senden Sie unserer Redaktion ein Feedback!
Fast 13 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigte Frauen im ersten Quartal 2011, eine Steigerung um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal und eine Beschäftigungsquote von 48,5 Prozent. Nur drei Zahlen aus der Analyse des Arbeitsmarktes für Frauen und Männer. Der Report der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht umfassende Daten. Eine Analyse der Beschäftigung mit Bezug auf Strukturmerkmale gehört ebenso dazu wie die Betrachtung der Arbeitslosigkeit – und vor allem: eine nach Geschlechtern differenzierte Untersuchung. Und so zeigt der nächste Blick auf den Arbeitsmarkt für Männer über 15 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte für das erste Quartal 2011, eine Steigerung um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal sowie eine Beschäftigungsquote von 55,2 Prozent.
Bevor Sie sich an die Jobsuche machen, aktualisieren Sie zunächst Ihre Unterlagen – und sortieren Ihren Kopf. Unsere Checklisten helfen dabei, sich noch einmal die wichtigsten Schritte in Erinnerung zu rufen:
Wenn Sie auf Jobsuche sind, ist die Bundesagentur für Arbeit auch im Netz Ihr erster Ansprechpartner.
Mehr zum Thema Jobsuche bieten diese Bücher:
Sich selbst klar machen, was man will. Dann gezielt überlegen, welche Firma in Frage kommt und dabei durchaus auch auf private Netzwerke setzen – so könnte der Weg zurück in den Beruf aussehen. Wer ihn nicht alleine gehen will, bekommt Hilfe.
Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) in allen Agenturen für Arbeit bieten Interessierten ein umfangreiches Informationsangebot für eine Rückkehr in den Beruf an. In diesen Informationsveranstaltungen wird neben vielen anderen interessanten Inhalten die Möglichkeit vorgestellt, an Bewerbungstrainings teilzunehmen, die von der Agentur für Arbeit bezahlt werden.
Der Weg zum Traumberuf ist eine höchst individuelle Sache. Mal klappt etwas durch Zufall, doch meist ist strategisches Herangehen wichtig. Diese Tipps helfen bei der Internet-Recherche
Patricia P. (49) hat vor sieben Jahren den Weg zurück in den Beruf gefunden. Es war ein steiniger Weg, den sie allein gehen musste, denn sie konnte nicht auf familiäre Hilfe zählen – im Gegenteil: Nach der Scheidung von ihrem Mann musste sie rasch eine Stelle finden.
© 2009 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend