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Tipps, wie Frauen zu Unternehmen Kontakt aufbauen
Sich selbst klar machen, was man will. Dann gezielt überlegen, welche Firma in Frage kommt und dabei durchaus auch auf private Netzwerke setzen – so könnte der Weg zurück in den Beruf aussehen. Wer ihn nicht alleine gehen will, bekommt Hilfe.
Viele Wege führen zum Ziel – selten ist es ein einziger Pfad, den es zu verfolgen gilt. Nelly Schlosser, langjährige Arbeitsberaterin bei der Agentur für Arbeit Berlin und dort inzwischen als Beauftragte für Chancengleichheit tätig, kann aus ihrer Erfahrung den Tipp geben, dass man sich selbst gut vorbereiten muss, um Erfolg zu haben. „Damit meine ich, dass man sich selbst über die persönlichen Rahmenbedingungen und Ziele im Klaren sein muss. Man sollte seine Erwartungen an die beruflichen Aufgaben, an den Arbeitsplatz und seine Bedingungen für sich selbst formulieren“, sagt Nelly Schlosser. Sie weist darauf hin, dass die Agenturen für Arbeit und die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt zur Vorbereitung umfangreiches Material zur Verfügung stellen wie zum Beispiel das Heft „Familie und Beruf“ aus der Themenreihe „durchstarten“.
„Ich habe außerdem beobachtet, dass Nischen auf dem Arbeitsmarkt für Wiedereinsteigerinnen interessant sein können. In diesen Bereichen trifft man in der Regel auf weniger Konkurrenz und eine rückkehrwillige Frau erhält eher die Möglichkeit, ihre aktuellen Kompetenzen und Fähigkeiten zu präsentieren“, so die Beauftragte für Chancengleichheit. „Wiedereinsteigerinnen sollten auch in ihrem Umfeld und bei vorhandenen Netzwerken signalisieren, dass für sie jetzt der Zeitpunkt zum beruflichen Wiedereinstieg gekommen ist. Nicht selten erhalten sie dann Hinweise auf künftigen beziehungsweise aktuellen Personalbedarf durch private Kontakte.“
Für viele Frauen könnte auch die stufenweise Rückkehr in den Job erfolgen. Aus Urlaubs- und Krankheitsvertretungen ergeben sich oft längerfristige Arbeitsverhältnisse und auf jeden Fall werden über diesen Weg aktuelle berufliche Kenntnisse und Berufserfahrung erworben. „Auch Mini- und Midijobs bieten Einstiegsmöglichkeiten, denn später anschließende Bewerbungen erfolgen aus einer Teilzeitbeschäftigung und nicht mehr aus Arbeitslosigkeit oder einer Hausfrauen- oder Familientätigkeit heraus“, sagt Nelly Schlosser und verweist auch darauf, dass Zeitarbeitsfirmen nicht unberücksichtigt bleiben sollten: „Die wechselnden Einsatzorte bieten hervorragende Möglichkeiten, sich bei den Unternehmen unter Arbeitsbedingungen zu präsentieren“, hat sie beobachtet. Auch ein betriebliches Praktikum kann zum Erfolg führen, wenn bei einem Arbeitgeber Einstellungsbedarf besteht.
Selbstverständlich sollten sich Frauen, die ins Berufsleben zurückkehren wollen, als Bewerberin in der Jobbörse der Arbeitsagentur registrieren lassen, denn Unternehmen greifen auf die eingestellten Bewerberprofile zu. „Und bei Vorträgen und Veranstaltungen für Wiedereinsteigerinnen gibt es Hinweise auf den Arbeitskräftebedarf des regionalen Arbeitsmarktes“, ergänzt Nelly Schlosser.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter:
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Patricia P. (49) hat vor sieben Jahren den Weg zurück in den Beruf gefunden. Es war ein steiniger Weg, den sie allein gehen musste, denn sie konnte nicht auf familiäre Hilfe zählen – im Gegenteil: Nach der Scheidung von ihrem Mann musste sie rasch eine Stelle finden.
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