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Forderung an Wissenschaft und Politik
Rund drei Viertel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland sind kinderlos, Männer fast genau so häufig wie Frauen. Warum das so ist, fragten sich zwei Forschungsprojekte, die aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union gefördert wurden.
Die Hauptgründe für Kinderlosigkeit sind anspruchsvolle Qualifizierungszeiten, befristete Beschäftigungsverhältnisse mit daraus resultierenden finanziellen Unsicherheiten und persönliche Umstände. Das belegen die Ergebnisse der beiden Projekte „Balancierung von Wissenschaft und Elternschaft" des Kompetenzzentrums Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS) sowie „Wissen- oder Elternschaft? Kinderlosigkeit des wissenschaftlichen Personals an Hochschulen in Deutschland" der TU Dortmund. Die wissenschaftliche Arbeitskultur muss deshalb geändert und gelungene Modelle zur verbesserten Vereinbarkeit von Wissenschaft und Elternschaft müssen in die Breite getragen werden. Dabei kann auch die Hochschulautonomie Motor sein, um bestehende Barrieren abzubauen.
„Diese Forschungsergebnisse sollten für zielgerichtete Maßnahmen genutzt werden. Mütter, Väter und Menschen mit familiärer Verantwortung müssen auch in Wissenschaft und Forschung chancengerechte, familienfreundliche Arbeitsstrukturen erhalten“, fordert Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Die Ergebnisse der Forschungsprojekte sind in der Broschüre: „Kinder – Wunsch und Wirklichkeit in der Wissenschaft“ festgehalten. Sie liefert einen Überblick über die Problematik und formuliert grundlegende Anforderungen an familiengerechte Hochschulen. Damit wendet sie sich an die Verantwortlichen aus dem Wissenschaftsbetrieb und der Politik.
Die Broschüre können Sie schriftlich bestellen beim Bundesministerium für Bildung und Forschung, Postfach 30 02 35 in 53182 Bonn oder kostenlos herunterladen unter:
http://www.bmbf.de/pub/kinder_wunsch_und_wirklichkeit.pdf
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