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Neue Perspektiven durch demografischen Wandel und Fachkräftemangel
Als Best Ager zur Rucksacktour durch Südostasien? Im Rentenalter mit Schlittenhunden durchs ewige Eis? Wohl eher nicht. Mit zunehmendem Alter ändern sich die Ansprüche an eine erfüllte Reise, ein Urlaub der Extreme gehört meistens nicht mehr dazu. Gerade viele ältere Mitbürgerinnen und Mitbürgern entscheiden sich daher für Busreisen. In Zeiten des demografischen Wandels verspricht dies gute Perspektiven für die Bustouristik. Doch: Der Branche fehlen schon heute qualifizierte Fachkräfte. Dies eröffnet Chancen für Neu- und Wiedereinsteigerinnen.
Für private Busunternehmer lag bereits zum Jahreswechsel 2010/2011 der Fahrermangel im Ranking der größten Brennpunkte der Branche auf Platz 2 – dies zeigt die Konjunkturumfrage 2010 des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer e.V. (bdo). Immerhin 14 Prozent der Unternehmer sahen hier ein drängendes Problem. Die Veröffentlichung des bdo macht auch deutlich, dass sich die Situation weiter verschärfen wird: Das Durchschnittsalter liegt bei 45, zusätzlich verliert die Branche schon in den kommenden Jahren zahlreiche Beschäftigte durch das Erreichen des Rentenalters ohne ausreichenden Ersatz.
Dabei stehen die Zeichen gut für die Bustouristik: Der Internationale Bustouristik Verband RDA erwartet bereits für das laufende Jahr Zuwächse. Und durch den demografischen Wandel ist auch in den kommenden Jahren ein weiterer Anstieg der Nachfrage wahrscheinlich. Denn: Das Durchschnittsalter der Busreisenden liegt derzeit bei 55,7 Jahren, fast 60 Prozent von ihnen sind 60 oder älter, so der Marktforschungsbericht 2011 des RDA.
Zukunftsjob Busfahrerin? Insbesondere für Frauen, die lange aus dem Berufsleben ausgestiegen sind und deren Kinder aus dem betreuungsintensiven Alter heraus sind, stellt dies eine attraktive Möglichkeit des Wiedereinstiegs dar. Unterstützung erhalten sie dabei vielfach von den Arbeitsagenturen: Diese fördern nach einer Einschätzung der persönlichen Voraussetzungen sowie der Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt individuelle Aus- und Weiterbildungen durch Bildungsgutscheine.
Die Bundesagentur für Arbeit hält auf ihrer Website ausführliche Informationen zum Berufsbild der Berufskraftfahrerin im Personenverkehr sowie zum Thema Bildungsgutscheine bereit. Interessierte Wiedereinsteigerinnen sollten sich darüber hinaus persönlich mit ihrer Arbeitsagentur in Verbindung setzen – hier erhalten sie weitere Informationen über ihre persönlichen Möglichkeiten.
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Für Wiedereinsteigerinnen gibt es viele Hilfsangebote, die Sie nutzen können. Genauso wichtig ist aber die Eigeninitiative.
Frauen können sich schnell übernehmen, wenn sie versuchen, Job, Familie und Haushalt nach dem Wiedereinstieg alleine zu stemmen. Dabei übersehen die Wiedereinsteigerinnen oft, dass ihnen vielfältige Strategien zur Verfügung stehen, um den Spagat zwischen Beruf und Privatem zu meistern. Der Soziologe Carsten Wippermann gibt in einem jüngst auf heute.de veröffentlichten Interview Tipps, wie Frauen den Wiedereinstieg meistern – wenn sie Hilfe zulassen.
Mit dem neuen Familienpflegezeitgesetz lässt sich der Job künftig besser mit der Pflege eines nahen Angehörigen vereinbaren: Bis zu zwei Jahre lang können Beschäftigte ihre Arbeitszeit wesentlich reduzieren. Die finanziellen Einbußen werden deutlich abgefedert.
Die LERNBÖRSE ist ein exklusives Onlineangebot der Bundesagentur für Arbeit und wird von der Stiftung Warentest empfohlen. Sie bietet eine breite Auswahl hochwertiger Lernmedien und kann rund um die Uhr, bequem vom eigenen Computer aus genutzt werden. Die Themen reichen von Betriebswirtschaft bis Zeitmanagement.
Von A wie Aachen bis Z wie Zülpich reicht das Angebot des nordrhein-westfälischen Onlineportals www.wiedereinstieg.nrw.de, das die Düsseldorfer Landesregierung für Frauen (und Männer) eingerichtet hat, die sich für den beruflichen Wiedereinstieg interessieren.
Für die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland sind familienfreundliche Maßnahmen mittlerweile fester Bestandteil ihrer Personalpolitik. Das belegt der „Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2010", den Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann gemeinsam vorstellten.
Rund drei Viertel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland sind kinderlos, Männer fast genau so häufig wie Frauen. Warum das so ist, fragten sich zwei Forschungsprojekte, die aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union gefördert wurden.
Die Gesundheitswirtschaft bietet Perspektiven für Frauen, die ins Berufsleben zurückkehren wollen. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut Arbeit und Technik (IAT) der Fachhochschule Gelsenkirchen. Je besser ausgebildet die Frauen sind, desto größer sind ihre Chancen, eine qualifizierte Tätigkeit ausüben zu können.
Familie und Beruf sind vereinbar: Wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitgeber die Elternzeit gut vorbereiten, können Karriereknicke bei Müttern verhindert werden. Immerhin kehren 84 Prozent der berufstätigen Frauen nach einer Auszeit problemlos ins Berufsleben zurück.
Der Wille ist auf beiden Seiten da: Viele Ingenieurinnen wollen nach der Familienpause zurück in den Beruf. Und auch viele Unternehmen erkennen verstärkt das Potenzial bereits vorhandener Arbeitskräfte.
Wenn Sie sich für den Wiedereinstieg ins Berufsleben entschieden haben, gibt es viele Dinge, die Sie im Vorfeld bereits in Angriff nehmen können, damit Sie nicht in die Doppel- und Dreifachbelastungsfalle geraten. Die Checkliste enthält Fragen, für die Sie zuverlässige Antworten gefunden haben sollten, bevor Sie den ersten Schritt auf den Arbeitsmarkt wagen.
Für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, aber auch für Arbeitnehmerinnen, die sich über eine familienfreundliche Arbeitsplatzgestaltung informieren möchten, gibt es im Netz gute erste Anlaufstellen.
Das Buch "Familienfreundliche Maßnahmen in Unternehmen" zeigt auf, welche Möglichkeiten Unternehmen nutzen können, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu steigern.
Die Bundesagentur für Arbeit kann Arbeitgebern bei der Einstellung von Berufsrückkehrerinnen unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse zum Arbeitsentgeld gewähren.
Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern sind keine Grenzen gesetzt, mit familienfreundlichen Angeboten Fachkräfte zu binden. Zum Beispiel mit einem "Wunschdienstplan".
Starre Arbeitszeiten wie noch in den Sechziger Jahren gibt es heute zwar auch noch – doch in weit geringerem Maße als früher. Man denke nur an die Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Arbeitseinsatz bis 20 Uhr fordern, manchmal sogar sonntags. Auch starre Teilzeitmodelle gibt es kaum noch.
Für Frauen auf dem Arbeitsmarkt gibt es viele Bücher und Broschüren. Exemplarisch haben wir hier einige für Sie ausgewählt.
Es gibt für Unternehmen gute Gründe, Wiedereinsteigerinnen zu beschäftigen und familienfreundliche Maßnahmen einzurichten.
Beim Thema Arbeitsrecht oder Sozialversicherungspflicht gelten für Frauen, die in den Beruf zurückkehren, die selben Regeln, die für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gelten.
© 2009 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend