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Mittelständische Unternehmen sind zufrieden:
Familie und Beruf sind vereinbar: Wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitgeber die Elternzeit gut vorbereiten, können Karriereknicke bei Müttern verhindert werden. Immerhin kehren 84 Prozent der berufstätigen Frauen nach einer Auszeit problemlos ins Berufsleben zurück.
Dass die Rückkehr problemlos möglich ist, ergab eine forsa-Umfrage im Auftrag des Personaldienstleisters DIS AG, die im April und Mai 2009 durchgeführt wurde. Befragt wurden 103 kleine und mittlere Unternehmen sowie 502 weibliche Angestellte.
Als Grund für die Unterbrechung ihrer Erwerbstätigkeit gab über die Hälfte der befragten Frauen "mehr Zeit für die Familie" an: 59 Prozent nahmen Eltern- oder Pflegezeit. Die durchschnittliche Dauer betrug dabei rund 19 Monate. Weitere Gründe waren Weiterbildung und Erwerb einer Zusatzqualifikation oder auch Hausbau, Neubesinnung und Erholung. Rund zwei Drittel der Frauen, die eine Familienauszeit genommen hatten, kehrten anschließend in dasselbe Unternehmen zurück, in dem sie zuvor gearbeitet hatten, etwa ein Drittel wechselte in ein anderes Unternehmen.
Auf Arbeitgeberseite machen zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen in Deutschland gute oder sehr gute Erfahrungen mit Mitarbeiterinnen, deren Kinder jünger als 18 Jahre sind. Dabei schätzen die Unternehmer vor allem die Flexibilität der Mütter und ihre hohe Motivation. Allerdings ist gute Vorbereitung wichtig für die erfolgreiche und schnelle Wiedereingliederung. Die Rückkehr schon vor der Unterbrechung der Berufstätigkeit gemeinsam zu planen und den Kontakt auch während der Auszeit zu pflegen, ist sowohl für Arbeitnehmerinnen als auch für Arbeitgeber sinnvoll.
So bieten acht von zehn Unternehmen Müttern nach der Auszeit flexible Arbeitszeiten an. Fast 40 Prozent der Arbeitnehmerinnen erhielten bei ihrer Rückkehr in den Beruf eine umfassende Einarbeitung. Regelmäßige Feedback-Gespräche führten die Vorgesetzten in den ersten Monaten mit 34 Prozent der befragten Frauen. Ein Drittel nutzte Gleitzeit, Telearbeit oder Home Office.
Ermutigend für Berufsrückkehrerinnen ist, dass die große Mehrheit nach der beruflichen Auszeit eine ihrer ursprünglichen Arbeit vergleichbare oder höher qualifizierte Tätigkeit ausübte. Auch Mütter haben hier gute Aussichten: Nach der Familienauszeit wurden 70 Prozent der Frauen für eine vergleichbare, 15 Prozent sogar für eine höher qualifizierte Arbeit eingestellt.
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Das Buch "Familienfreundliche Maßnahmen in Unternehmen" zeigt auf, welche Möglichkeiten Unternehmen nutzen können, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu steigern.
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