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Artikel zu den Themen:

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Startkapital fürs Arbeitsleben erhöhen

Qualifizierung erhöht Chance auf einen Job

Warum Weiterbildung? Die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt sind rasant. Auch nach nur wenigen Jahren können beispielsweise die technischen Anforderungen an die Bewerberinnen und Bewerber stark gestiegen sein. Aber auch eine Neuorientierung im Job braucht ein gutes Fundament. Nicht zuletzt hilft eine Weiterbildung, sich souveräner im Berufsfeld zu bewegen.

Mehr als drei Viertel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Kindern oder Pflegeaufgaben (78 Prozent) wünschen sich Angebote, um Eltern- oder Pflegezeit mit einer Teilzeitbeschäftigung zu kombinieren. Fast ebenso viele (74 Prozent) würden Angebote zur Weiterbildung während der Elternzeit begrüßen. 69 Prozent würden gerne durch aushilfsweise Tätigkeiten und Vertretungen den Kontakt zum Beruf erhalten. (Quelle Studie "Erwartungen an einen familienfreundlichen Betrieb", Hrsg. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend/DGB, 2004.)

Passende Angebote finden

Um eine auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittene Weiterbildung zu finden, muss einem klar sein, was man konkret will. Den Überblick behält nur, wer zuerst den eigenen Kopf aufräumt und sich ein konkretes Ziel setzt, das systematisch erreicht werden soll. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat eine Checkliste (siehe rechts) entwickelt, wie man sich in dem Weiterbildungs-Dschungel zurechtfindet und was bei der Auswahl berücksichtigt werden sollte. Einfacher haben es die Weiterbildungswilligen, die vom Arbeitgeber beziehungsweise der Arbeitgeberin unterstützt werden.
Sabine Schönberger, kaufmännische Leiterin bei der Firma Anton Schönberger Stahlbau und Metalltechnik im bayerischen Schwarzach-Wölsendorf berichtet, dass ihr Unternehmen sich bereits Anfang der 90er-Jahre Angebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgedacht hat, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu stärken. "Ich gebe ehrlich zu, das war auch ein Mittel, die Fluktuation aufzuhalten, als sich ein Großunternehmen als Konkurrenz ansiedelte", so Sabine Schönberger. Seitdem bietet das Unternehmen seinen Teammitgliedern, die sich in Elternzeit befinden, zwei firmeninterne Schulungen an. Darüber hinaus kooperiert die Firma mit der "Lernenden Region Schwandorf", einer Initiative des Landratsamtes, der Agentur für Arbeit und Unternehmen in der Region. "So bleibt eine enge Bindung zwischen Belegschaft und Firma bestehen", sagt Sabine Schönberger.

Noch mal auf die Schulbank

Für die 48-jährige Sabine Müller* aus dem niederrheinischen Xanten hat die Rückkehr aus der Familienphase sehr lange gedauert. "Ich musste, obwohl ich studiert hatte, noch mal richtig auf die Schulbank", berichtet die Grafikerin, die ihre Söhne in der Zeit bekommen und betreut hat, als sich die technische Entwicklung des Internets rasant für ihre Branche mehr als rasant verlief: "Ich brauchte einige Einstiegs- und Qualifizierungskurse, um als Mediengestalterin arbeiten und mithalten zu können."Im Anschluss an die Qualifizierung fand sie nach sechs vergeblichen Bewerbungen dann eine Arbeitsstelle als Mediengestalterin, die sie noch heute ausübt. "Ohne eine Weiterbildung hätte ich aber nie im Leben eine Chance auf den Job gehabt", gibt sie kritisch zu.

*Name geändert

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